Erbsen

Boom der Hülsenfrüchte endet jäh

Von Michael Schlag

Der Anbau von Erbsen und Bohnen auf Äckern boomte, weil die Stickstoff bindenden Körnerleguminosen von der Europäischen Union als „Ökologische Vorrangflächen“ (ÖVF) anerkannt sind. Damit wird es nun vorbei sein, weil eine neue EU-Verordnung den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln untersagt. Erbsen und Sojabohnen lassen sich im konventionellen Anbau ohne Herbizide aber nur schwer bis zur Ernte bringen. Erbsen weiterlesen

Ausstellung im KuKuK

Schönheit des Alters

von Ursula Wöll

Die Ausstellungen der Kunsthalle ‚KuKuK‘ in Wettenberg-Wißmar enttäuschen nie. Jüngst sah ich dort einige Fotografien, deren Titel mich sofort fesselte: „Schönheit des Alters“ nennt Ilse-Marie Weiß ihre Aufnahmen von – alten Bäumen. Bei dieser Gattung gilt bekanntlich, je mehr Schrunden und Runzeln, desto  reizvoller und schützenswerter. Sobald einer dieser Methusalems wackelt, stützt man ihn sorgfältig ab. Sie ahnen es bereits, dass ich auf die Frage zusteuere, ob wir auch alte Menschen als ebenso reizvoll und schön empfinden. Ob wir also  bei ihnen ebenfalls die „Schönheit des Alters“ bewundern. Ja, was wir überhaupt unter ‚Schönheit‘ verstehen. Ausstellung im KuKuK weiterlesen

Peter Kurzeck

Die App

Wie kein anderer hat Peter Kurzeck (Foto) seine mittelhessische Heimat auf wunderbare Art beschrieben. Der 2013 im Alter von 70 Jahren verstorbene Autor zog nach der Vertreibung aus Tachau (Mähren) 1946 mit seiner Mutter und Schwester nach Staufenberg (Kreis Gießen), wo er bis zu den siebziger Jahren lebte. Der vielfach geehrte Erzähler und Maler, der später nach Frankfurt/Main und dann nach Uzès in Frankreich zog, hat in seinen Romanen (beispielsweise in „Vorabend“) und Hörbüchern (unter anderem in „Ein Sommer, der bleibt“) Staufenberg und Umgebung ein literarisches Denkmal gesetzt. Jetzt gibt es eine Peter-Kurzeck-App, die kürzlich in Anwesenheit zahlreicher Gäste vorgestellt wurde, berichtet die Pressestelle des Landkreises Gießen. Peter Kurzeck weiterlesen

Ovag-Vorstand

Machtspiele mit  Joachim Arnold

Die Berufung des Wetterauer Landrats Joachim Arnolds (Foto) in den Ovag-Vorstand sei „nichts weiter als der nächste Akt des nahezu ausschließlich an Macht und Positionen orientierten Politikverständnisses der Wetterauer CDU und SPD“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Wetterauer Kreistag, Michael Rückl, in einer Pressemitteilung. Dass die Zweite Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch als Vorsitzende der Ovag AG den Auswahl- und Findungsprozess als objektiv und nicht dem Parteibuch folgend bezeichnet hebe, „erweist sich als reines Geschwätz“,so Rückl. Ovag-Vorstand weiterlesen

Leader-Programm

EU-Topf hat noch Geld für regionale Ideen

Von Corinna Willführ

Bis 2020 stehen aus dem europäischen Leader-Programm für die Entwicklung im strukturschwachen Raum für die Region Wetterau-Oberhessen 2,1 Millionen Euro bereit. Die Fördermittel können von Initiativen, Gruppen oder Einzelpersonen aus 17 Kommunen abgerufen werden. Voraussetzung: Ihre Projekte müssen eine nachhaltige Wirkung für die Region haben. Wie das befürwortete Mitmach- und Informationszentrum des Nabu in Ortenberg. Über die Zusage für einen Zuschuss entscheidet der Leader-Beirat. Seine Vorsitzenden, der Glauburger Bürgermeister Carsten Krätschmer (links) und Sabine Schäfer-Bertram (Mitte), Dekanin des Evangelischen Dekanats Büdinger Land, sind jetzt für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Leader-Programm weiterlesen

DOCMA Award 2017

Skurrile Kurzgeschichten in Fotos

Von Detlef Sundermann

Sie wollte nur ein bisschen Auszeit. Ein paar Tage in die Sonne, die Wärme genießen, dem Alltag entfliehen. Jetzt stand er vor ihr und doch würde sie nie mehr zurückkommen, seine verflossene Liebe. (Kategorie Lehrlinge Platz 1: Florian Janßen / Verschwunden)

Skurrile Kurzgeschichten in Fotografien und mit höchsten 300 Buchstaben Text erzählt, sind ab Donnerstag, 28. September 2017, im Frankfurter Museum für Kommunikation zu sehen. Es sind die preisgekrönten Arbeiten des insgesamt mit 30 000 Euro dotierten DOCMA Award 2017. Seit 2003 schreibt die Bildbearbeitungszeitschrift DOCMA den Preis aus, der zu den renommiertesten im deutsch-sprachen Raum zählen soll. Das Thema lautete diesmal: „SSST – Super Short Story Telling“. Eine Jury aus Redakteuren, Sponsoren und freien Künstlern bewertete die anonymisierten Einsendungen. Betrachtet wurde, wie treffend der Text mit der Fotografie umgesetzt wurde. Unterteilt wurde je nach Bildbearbeitungsgrad in die Kategorien Lehrling, Geselle und Meister. DOCMA Award 2017 weiterlesen

Hausbau im Ballungsraum

Hier wohnte man schon in der Steinzeit

Von Klaus Nissen

In Wöllstadt wird das nächste Baugebiet vorbereitet – weitere sind in Sicht. Am Nordrand von Ober-Wöllstadt wachsen bald 80 Wohnhäuser auf mehr als vier Hektar. Die Nachfrage ist  im Ballungsraum nördlich von Frankfurt aber viel größer. Man muss über weitere Bauflächen nachdenken, sagt der Bürgermeister. Hausbau im Ballungsraum weiterlesen

Wangari Maathai

Straße in Gießen nach ihr benennen

von Ursula Wöll

Warum sollte nicht eine Straße in Giessen nach einer Afrikanerin benannt werden? Zumal eine ‚Wangari-Maathai-Straße‘ für deutsche Zungen kein Problem wäre. Wangari Maathai ist Kenianerin. Sie hat für die Gründung des Green-Belt-Movement und ihre Frauenarbeit in Nairobi nicht nur den Alternativen Nobelpreis, sondern 2004 den Friedensnobelpreis erhalten. Die Umweltaktivistin hat bis 1971 in Giessen studiert und später die Ehrendoktorwürde unserer Universität erhalten. Leider verstarb sie im Jahr 2011 mit 71 Jahren an Krebs. Zum 40jährigen Bestehen des Green-Belt-Movement hat nun eine kleine Giessener Initiative bei der Straßenbenennungskommission angeregt, eine Straße in Giessen nach der weltbekannten Kenianerin zu benennen. Wangari Maathai weiterlesen

Internetzeitung für Rhein-Main und Mittelhessen