Taufstein kehrt zurück

Aktion für Starke Männer

Von Michael Breuer

Als mehrstündige Aktion für starke Männer erwies sich in dieser Woche die Aufstellung des alten Taufsteins in dem Vollnkirchener Gotteshaus. Das mittelalterliche Becken erhält nach erfolgter Restaurierung – praktisch pünktlich zum Osterfest – wieder in der Kirche einen Ehrenplatz. Auch wird der Taufstein in dem Hüttenberger Ortsteil darüber hinaus wieder seinem ursprünglichen Zweck zugeführt werden. Denn der Stein in dem Generationen von Vollnkirchener Kindern getauft worden waren, war in den 20er Jahren aus der alten Kirche entfernt worden und stand seitdem mal mit Heidekraut und mal mit Stiefmütterchen als Blumenkübel vor dem Kircheneingang. Taufstein kehrt zurück weiterlesen

Pflege

Infos über das neue Gesetz

Das neue Pflegestärkungsgesetz ist zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten, wie in den Medien ausführlich berichtet wurde. Was aber genau bewirkt das neue Gesetz? Welche Änderungen und Auswirkungen sich daraus für Betroffene ergeben, darüber informiert der Fachmann vom Pflegestützpunkt Nils Freitag, wie die Pressestelle des Landratsamtes Gießen ankündigt. (Foto: Bundesarchiv/Wikipedia) Pflege weiterlesen

Fällung soll Allee retten

Alte Linden werden verarztet

Die Straße entlang der Kreisstraße 174 zwischen Bad Nauheim-Schwalheim und Friedberg zählt zu den schönsten Alleen in der Wetterau. Gepflanzt wurde sie im vorigen Jahrhundert einst, um in heißen Sommern Schatten  für Pferdefuhrwerke, aber auch für Gäste der Kurstadt zu schaffen, die hier lustwandelten. Nun gibt es Handlungsbedarf, schreibt Petra Schnelzer von der Kreisverwaltung. Fällung soll Allee retten weiterlesen

Politiker unter Verdacht

Parlamentschef unter Verdacht.

Banker soll Millionen veruntreut haben

Vier Millionen Euro soll der Limeshainer laut Staatsanwaltschaft bei der Sparkasse Oberhessen veruntreut haben –  trotzdem behält er sein Mandat.  Kann jemand, der eine schwere Straftat zugegeben hat, noch ein hohes politisches Amt ausüben? Auf Bundesebene wäre das ein No-Go. In Limeshain wird der Verdächtige dagegen im Amt toleriert. Noch. (Zum Weiterlesen auf Überschrift klicken)

Rund ums Ei

Hessen muss Eier importieren

Übers Jahr verteilt verzehrt jeder der 300 000 Wetterauer 210 Eier. Das macht zusammen 63 Millionen Stück. In den Ostertagen schnellt der Verbrauch um ein Drittel nach oben, schätzen die Experten vom Regionalbauernverband. Dafür werden aber keine zusätzlichen Hennen in die Ställe geholt, erklärt Michael Herdt. Wie befriedigt man die Nachfrage dann? Rund ums Ei weiterlesen

Buchmesse

Die Gäste des Landboten

In seiner Redaktion während der Buchmesse am 9. April 2017 in Bad Nauheim konnte der Landbote zahlreiche Gäste begrüßen, darunter den Dialekt-Schriftsteller Kurt Werner Sänger, die Katzenkrimi-Autorin Petra Zeichner, die Tomaten-Fotografin Karin Günther-Thoma, den Poetry-Slammer und Verleger Thorsten Zeller, den Kantor der Dankeskirche Frank Scheffler und den Oldtimerblogger Michael Schlenger.

Hier ein ausführlicher Bericht und  Interviews  in Wort, Bild und Film (Zum Weiterlesen auf die Überschrift klicken).

Buchmesse

Roland Heger erzählt von Peter Kurzeck

Bei der Buchmesse in Bad Nauheim hatte der Landbote Roland Heger (Foto) zu Gast, den Schulfreund des Staufenberger Schriftstellers Peter Kurzeck. Heger erzählte lebendig von seiner Zeit mit Kurzeck, dem detailverliebten Chronisten des Staufenberger Dorflebens.

Das literarische Dorf

Staufenberg wäre nicht das literarische Dorf, wenn es Peter Kurzeck nicht gegeben hätte, stellte Roland Heger fest. Heger stammt wie Kurzeck aus einer Flüchtlingsfamilie. Die beiden Familien waren 1946 – wie auch andere Neuankömmlinge – in der Staufenberger Burg untergebracht, bevor Wohnungen frei wurde. Sie sind zusammen in Staufenberg aufgewachsen und zusammen eingeschult worden, obwohl Kurzeck ein Jahr jünger war als Heger. Aber Kurzeck wollte unbedingt mit seinem Freund zur Schule gehen und setzte das beim Schulleiter durch, erzählte Heger.

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Das Thermalbad-Desaster

Walter Simon im Gespräch

Der Bad Nauheimer Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler Walter Simon hat im Interview mit dem Landboten sein neues Buch „Das Bad Nauheim Desaster“ vorgestellt, in dem er minutiös die über zehn Jahren währende Diskussion um das Thermalbad nachzeichnet.

Walter Simon im Gespräch mit dem Landboten. (Foto: Himmighofen-Strack)

Simon befürchtet, dass der Neubau einer Therme die Kurstadt überfordert. Er ist nicht gegen einen Neubau,  „wenn jemand  Geld hat“.  Bad Nauheim selbst könne die 20 bis 25 Millionen Euro an Baukosten  nicht finanzieren. Er schlägt vor, ein repräsentatives Bürger-Gremium einzurichten, das eine Entscheidung über den Bau oder Nicht-Bau übernehmen sollte. Gut wäre es nach Ansicht des 70-Jährigen auch gewesen, wenn die Bad  Nauheimer bei der anstehenden Bürgermeisterwahl gleich über das Thermalbad abstimmen dürften – was aber nicht vorgesehen ist.  Am Ende,  sagt Walter Simon, werde ohnehin das künftige luxuriöse Hallenbad in Bad Vilbel dem Bad Nauheimer Projekt den Todesstoß versetzen.

Walter Simon liest am 9. April um 13.30 und 15.30 Uhr  im Badehaus 2 aus seinem Buch.