Opfer des NSU

Ausstellung und Diskussion in Büdingen

Die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufbereitung der Verbrechen“ ist bis zum 4. Dezember 2016 im Heuson-Museum in Büdingen zu sehen. Am Montag, 21. November, wird die  opfer-des-nsu_banner_quer Ausstellung mit einer Podiumsdiskussion eröffnet.

Die Biografien der Opfer

Auf 22 Tafeln werden in der Ausstellung mit zahlreichen Bildern die Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2007 sowie die gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes im November 2011 dargestellt. Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien von Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Mehmet Turgut, Habil Kilic, Ismail Yasar, Mehmet Kubasik, Theodoros Boulgarides, Halit Yozgat und Michele Kiesewetter dargestellt. Zu Wort kommen auch Angehörige der Mordopfer. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden.

Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Dargestellt werden auch die Gründe, warum die Mordserie nicht aufgedeckt wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe am 4. November 2011.
Eine Podiumsdiskussion mit Birgit Mair (NSU-Expertin und Erstellerin der Ausstellung) Andreas Balser (Antifa-Bi e.V.) und Lisa Gnadl (Landtagsabgeordnete im hessischen NSU-Untersuchungsausschuss) eröffnet am Montag, 21. November, um 19 Uhr die Ausstellung. Die Diskussion und die Ausstellung werden von der Antifaschistischen Bildungsinitiative e.V. und dem Büdinger Geschichtsverein organisiert und gefördert durch „Mitmischen in Büdingen und Altenstadt“.

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Birgit Mair, Lisa Gnadl und Andreas Balser (von links) diskutieren über die Verbrechen des NSU.

Das Heuson-Museum ist in der Rathausgasse 6 in 63654 Büdingen. Es ist dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr, dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Schülergruppen oder größere Gruppen können sich unter tobias.gniza@web.de für Führungen durch die Ausstellung anmelden.

Weitere Infos zur Ausstellung: opfer-des-nsu.de

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