Nieder-Moos

Konzertsommer 2018

Im August 1791 übergab der Orgelbauer Johannes-Markus Oestreich aus Ober-Bimbach bei Fulda sein bisher größtes Werk der evangelischen Kirchengemeinde des kleinen Vogelsbergortes Nieder-Moos am See. Er ahnte nicht, dass seine große Orgel in Nieder-Moos 200 Jahre später im Mittelpunkt einer über die Region hinaus bekannten Konzertreihe stehen würde. Seit nunmehr 40 Jahren ist die große Nieder-Mooser Kirche ein sommerlicher Mittelpunkt für Musikfreunde aus ganz Hessen. Der Nieder-Mooser-Konzertsommer 2018 währt vom 8. Juli bis zum 16. September.

40 Jahre Konzerte in Nieder-Moos

Was vor 40 Jahren in Nieder-Moos als kleine Sommerorgelkonzertreihe gegründet wurde, entwickelte sich aus seinen bescheidenen Anfängen im Laufe der Jahre zu einem ländlichen Sommermusikfestival rund um die Nieder-Mooser Denkmalsorgel

„Das Orgelwerk erklingt auch heute noch nach 225 Jahren so, als wäre der Erbauer gerade erst nach vollbrachter Fertigstellung gegangen. Der einmalige Erhaltungszustand der Orgel, die in all den Jahren neben den üblichen Wartungen nie verändert wurde und ihr typischer leicht rustikal-barocker Klang, mit der derben Posaune im Pedal und den sanften verspielten Registern des oberen Manuals, die inzwischen ergänzte ,Vox humana‘, begeistern immer wieder aufs neue die inzwischen sehr zahlreich gewordene Besucherschar der Konzerte in der geräumigen Saalkirche“, heißt es in einer Pressemitteilung zum Nieder-Mooser Konzertsommer.

Acht Konzerte

Vom 8. Juli bis zum 16. September ist die Evangelische Kirche in Nieder-Moos Schauplatz von acht Konzerten. Ensembles und Solokünstler mit hohem Niveau aus ganz Europa sind zu erleben.

Matthias Eisenberg

Zum Saison-Eröffnungskonzert, am Sonntag, 8. Juli, um 17 Uhr, kommt zum wiederholten Male Matthias Eisenberg an die Nieder-Mooser Orgel. Als die Konzertreihe vor 40 Jahren gegründet wurde, war sie zunächst eine reine Orgelmusikreihe. In Erinnerung daran ist auch das Eröffnungskonzert der Jubiläumssaison ein reines Orgelkonzert mit zweimal 45 Minuten Dauer. Eisenberg stammt aus dem traditionsreichen musikalischen Umfeld in Dresden. 1980 wurde er als Gewandhausorganist zu Leipzig verpflichtet. Eisenberg ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe und hat sich aufgrund seines umfassenden und jederzeit abrufbereiten Repertoires eine für einen Organisten ungewöhnliche Popularität erspielt. Zudem gilt er als Meister der freien Improvisation und versteht es, die Orgel zum Leben zu erwecken.

Canadian Brass

The Canadian Brass gilt als weltbestes Brass-Ensemble. Neben ihren Konzerten in den großen Musikzentren Europas kommen auch sie am Sonntag, 22. Juli, um 17 Uhr zum wiederholten Male nach Nieder-Moos.

 

 

Ingenium Ensemble

Als Senkrechtstarter der internationalen A-Cappela-Szene gilt das Ingenium Ensemble, das sechs junge Sängerinnen und Sänger aus Ljubljana (Slowenien) 2009 gegründet haben. „Zeitsprünge“ heißt das Programm, mit dem das Ensemble am Sonntag, 27. Juli, um 17 Uhr in Nieder-Moos gastiert.

Als „Marxbrothers der Musikclownerie“ wurden die beiden Musikclowns von Microband von der FAZ bezeichnet. „Klassik für Dummies“ haben die beiden ihr Gastspiel am Sonntag, 5. August, um 17 Uhr in Nieder-Moos überschrieben. Sie versprechen einen irrwitzigen Abend, bei dem sich absolut jeder, vom Klassik-Fan bis zum Banausen, köstlich unterhalten fühlt.

Alleine im Mittelpunkt steht die Nieder-Mooser Orgel noch einmal am Sonntag, 12. August, ab 17 Uhr. „Eine europäische Orgelreise“ hat sich Proffessor Edgar Krapp zusammengestellt. Populäre Meisterwerke von Sweelinck, Buxtehude, Pachelbel, Couperin, Stanley und Bach sind darin enthalten.

Wo immer der Jazzchor Freiburg auftritt, hinterlässt er ein begeistertes Publikum. Vokalakrobatik, rhythmische Präzision und völlige Lockerheit, Disziplin und Leichtigkeit sind das Markenzeichen dieses Gewinners des Deutschen Chorwettbewerbs. Das Programm des Jazzchors umfasst Vocal Jazz von Swing bis Fusion mit dem Versuch des Brückenschlags zwischen E- und U-Musik. In Nieder-Moos sind die Sänger aus Freiburg am Samstag, 18. August, um 19 Uhr zu Gast. Dieses Konzert und der Abend mit Microband werden vom Kultursommer Mittelhessen unterstützt.

Carion

Das Bläserquintett Carion aus Dänemark bietet am Sonntag, 9. September, um 17 Uhr eine einzigartige, innovative Kammermusikerfahrung. Das Programm des Abends trägt den Titel „Mephisto“ Die zahlreichen transsilvanischen Volkslieder in den Werken von Bartók und Farkas und anderen beflügeln die Vorstellung, Graf Dracula selbst schwänge das Tanzbein zu diesen launigen Melodien. Geprägt von außergewöhnlicher Integrität, bietet CARION eine faszinierende Präsentation klassischer Meisterwerke und macht Musik auf der Bühne sichtbar. Der HR will dieses Konzert mitschneiden.

Ein „Echo-Klassik“ Preisträger bestreitet das Schlusskonzert am Sonntag, 16. September, um 17 Uhr) Das Bassoon Consort Frankfurt spielt die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach(BWV 988) in einem Arrangement für acht Fagotte und einem Kontrafagott unter der Leitung von Prof. Henrik Rabien(Hochschule für Musik und Darstellende Kunst-Frankfurt)Im Jahre 2016 wurde dieses außergewöhnliche Projekt mit dem Echo Klassik für Kammermusik-Höchstleistungen ausgezeichnet. Immerhin ergibt sich hier die Gelegenheit, den besonderen Fagott-Ensembleklang in mannigfaltigen Farben, Registern und Situationen höchst abwechslungsreich und plastisch zu erleben. Der Klang ist umwerfend, und auch die Bearbeitung lässt staunen.

Karten und Informationen sind online unter nieder-mooser-konzertsommer zu erhalten (auch online-Kartenausdruck!). Kartenreservierung ist unter dem Fax 06644/7576 oder unter info@nieder-mooser-konzertsommer.de möglich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.