Neue Rechte im Visier

„Identitäre“ unter Beobachtung

DC-Cartoon-Germany-Nazi-Symbol-GarbageDer hessische Verfassungsschutz beobachtet nun auch die sogenannte „Identitäre Bewegung“. Die völkisch-rassistischen Neu-Rechten sind eng mit der AfD verstrickt, gerade auch in der Wetterau.

AfD in der Grauzone

Thüringens AfD-Chef Björn Höcke hatte jüngst wieder einen seiner umstrittenen Auftritte. Beim „Institut für Staatspolitik“, einem Forum der Neuen Rechen, sprach er von „unterschiedlichen Fortpflanzungsstrategien“ in Afrika und Europa.

Lichert
Andreas Lichert

Solche rassistischen Töne sind nicht ungewöhnlich für dieses „Institut“: Es ist die Denkfabrik der Neuen Rechten und eng mit der „Identitären Bewegung“ verbunden.  Zu den Aktivisten des  Instituts gehört der Wetterauer AfD-Politiker Andreas Lichert. Im Programm des Herstkongresses des Instituts ist er als Begrüßungsredner aufgeführt. Lichert sitzt im Vorstand der Wetterauer- und der Hessischen AfD. In seinem Wohnort Karben hat er eine „Projektwerkstatt“ betrieben, die ebenfalls eng mit der „Identitären Bewegung“ verbunden war.

Neue Rechte kapert AfD

Mit Licherts Karriere in der Partei war ein strammer Rechtskurs der Wetterauer AfD verbunden. Ein großer Teil des Vorstandes verließ die Partei, nachdem Licherts Aufstieg nicht zu verhindern war.  Für die Antifaschistische Bildungsinitiative (Antifa-Bi) ist die AfD „schon lange keine Partei des bürgerlichen Spektrums mehr, sondern vertritt verschiedene, extrem rechte Strömungen“. Die Antifaschisten hoffen nun,  dass die „hessischen Sicherheitsorgane“  ihren Blick auch auf die Wetterauer und hessische AfD richten.

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