LEADER-Region

Geld für  nachhaltige Projekte

Von Corinna Willführ

Für Projekte, die einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen leisten wollen, stehen in diesem Jahr 492.000 Euro zur Verfügung. Um die Fördermittel können sich Bürger, Vereine, Unternehmen und Kommunen mit konkreten Vorschlägen bewerben. Ob diese förderwürdig sind, entscheidet der LEADER-Beirat (Foto: Wirtschaftsförderung Wetterau). Die Wirtschaftsförderung Wetterau (wfg) hilft bei der Antragstellung. Sie ist Trägerin der LEADER-Regionalentwicklung.

Backhaus, Radweg und Gradierbau

Teilansicht der Saline in Bad Salzhausen.

Das Info- und Mitmachzentrum des NABU in Ortenberg-Selters, der Interaktive Radrundweg „Florstädter Stern“ oder die Sanierungsarbeiten am Gradierwerk in Bad Salzhausen sind einige Projekte, die in der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen bereits von dem Programm profitiert haben. Auf seiner jüngsten Sitzung bewilligte der LEADER-Beirat nun auch 32.941 Euro für die Restaurierung des „Backhauses mit Forellenbrunnen“ in Gedern. Die Gesamtkosten für das Vorhaben der Stadt belaufen sich auf 52.000 Euro.

Dem LEADER-Beirat, der jetzt eine Zwischenbilanz vorgelegt hat, gehören 23 stimmberechtigte und zwei beratende Mitglieder an. Sie kommen aus  kommunalen Verwaltungen, kirchlichen Organisationen, Unternehmen sowie Vereinen und Initiativen. Den Vorsitz des Gremiums hat der Glauburger Bürgermeister Carsten Krätschmer. Seine Stellvertreterin ist Sabine Bertram-Schäfer, Dekanin des Evangelischen Dekanats Büdinger Land.

Eingereichte Projektideen können mit maximal 75 Prozent der veranschlagten Kosten gefördert werden. „Die zentrale Frage ist: Wie bleiben unsere Städte und Dörfer lebenswert für alle Generationen, und welche Projekte bringen die Region in den verschiedenen Handlungsfeldern des Regionalen Entwicklungskonzeptes voran?“ ist in der Pressemitteilung der wfg zum Bilanzworkshop des LEADER-Beirats am 17. Mai 2018 zu lesen.

Von Bildung über Kultur  bis Wirtschaft

Sabine Strobel und Udo Schädel vom NABU in Ortenberg freuen sich, dass das Info- und Mitmachzentrum in den Salzwiesen von LEADER gefördert wird. (Fotos: Corinna Willführ)

Das Regionale Entwicklungskonzept ist in vier Handlungsfelder aufgeteilt. Im Handlungsfeld „Städte und Dörfer, Daseinsvorsorge, Soziales, Kultur“ erhielten zwei LEADER-Projekte finanzielle Förderung: der Verein 3.0 in Wölfersheim und das Mehrgenerationenhaus in Ortenberg-Lißberg. Im Handlungsfeld „Tourismus und Naherholung“ sind fünf Projekte gefördert worden, darunter die „Instandsetzung der Gradierbauten“ in Bad Salzhausen. Handlungsfeld Nummer drei hat die Themen „regionale Wirtschaft, Bildung, Mobilität und erneuerbare Energien“ im Fokus.

Auf großes Interesse stießen dabei die von der WfG konzipierten Wirtschaftsforen wie „Vitale Innenstädte 3.0 – Momentum Atmosphäre“ in Bad Vilbel.  Im Handlungsfeld Vier „Kulturlandschaft, Land- und Forstwirtschaft, regionale Produkte“ befürwortete der LEADER-Beirat, das Regionalkonzept für ein Schnittgutmanagement und das Projekt des Ortenberger NABU (Info- und Mitmachzentrumm im Haus an den Salzwiesen), zu fördern.

Mehr als 700.000 Euro für die Region

Insgesamt hat die Wirtschaftsförderung Wetterau mit Bernd-Uwe Domes und Klaus Karger als Geschäftsführern 65 Projektberatungen durchgeführt. 24 Projekte sind bei der Antragstellung begleitet worden. Davon sind bereits elf in der LEADER-Förderung. Darüber hinaus konnten die Experten noch weitere „Töpfe“ in anderen Förderprogrammen auftun, so dass „bisher 710.440,50 Euro Fördermittel für bedeutende Maßnahmen in der Region“ geflossen sind.

Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Das finden auch die Mitglieder des LEADER-Beirats und die Projektträger. Sie bewerteten die Selbstevaluierung durch ein Fachbüro per Online-Befragung „überwiegend positiv“. Das regionale Entwicklungskonzept werde dabei, so die Pressemitteilung der wfg, als roter Faden angesehen, welcher der Region gerecht werde.

Zufrieden mit der Zusammenarbeit

„90 Prozent der Befragten sehen darin eine legitime Entscheidungsgrundlage.“ Und außerdem: „Die Befragung der Projektträger ergab eine hohe bis sehr hohe Zufriedenheit bei der Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Wetterau.“ Um diese auch zukünftig  gewährleisten zu können, sprach sich der LEADER-Beirat für „einen personellen Ausbau des Regionalmanagements aus.“

Mehr zur LEADER-Region Wetterau/Oberhessen wie zum LEADER-Beirat, dem Regionalen Entwicklungskonzept und den  Förderbedingungen unter

www.wfg-wetterau.de

 

 

 

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