Landratswahl im Wetteraukreis

 Weckler (CDU) vor Becker-Bösch (SPD)

Im ersten Wahlgang der Wetterauer Landratswahl bekam der CDU-Bewerber Jan Weckler (Foto)  am 4. März 2017 die meisten Stimmen. Der  46-Jährige bekam 44,3 Prozent der Stimmen, seine SPD-Konkurrentin Stephanie Becker-Bösch folgte mit 33.3 Prozent. Weil niemand die absolute Mehrheit erreichte, gehen beide am 18. März 2017 in die Stichwahl

Landratswahl im Wetteraukreis

An der Landratswahl beteiligten sich nur 75 000 der 232 000 Wahlberechtigten  im Kreis. Die Wahlbeteiligung lag also bei 31,7 Prozent – das sind immerhin 3,2  Prozentpunkte höher als bei der letzen Landratswahl im Jahr 2014. Die Ursache dafür dürften die zeitgleich stattfindenden Bürgermeisterwahlen in Ober-Mörlen, Ortenberg, Florstadt und Altenstadt sein. Für den Christdemokraten Weckler stimmten 32 572 Wähler, für Becker-Bösch 24 526. Sie hat noch eine Chance, erste Landrätin des Kreises zu werden, wenn sie das Potenzial der SPD in zwei Wochen noch stärker aktiviert. Und wenn sie es schafft, die insgesamt rund 16 000 Wähler auf ihre Seite zu ziehen, die am 4. März ihre Kreuze bei den unterlegenen Kandidaten Thomas Zebunke und Daniel Libertus machten.  Der Friedberger Grüne Zebunke erhielt am Ende 14,8 Prozent der Stimmen, der Butzbacher FDP-Mann Libertus 7,5 Prozent.  

Fotos: Nissen

Die aktuelle Landratswahl wurde notwendig, weil Amtsinhaber Joachim Arnold (SPD) zum Jahreswechsel aus dem Friedberger Kreishaus in die Chefetage des Energie- und Wasserversorgers Ovag gewechselt hatte. Der Nachfolge-Favorit Jan Weckler ist deshalb seit Jahresanfang bereits kommissarischer Landrat. Der gelernte Lehrer stammt aus Ober-Mörlen und absolvierte eine Karriere in der Staatlichen Schulverwaltung, ehe er im Herbst 2016 von der schwarz-roten Koalition ins Amt des Ersten Kreisbeigeordneten berufen wurde.

Sofort begann Weckler genau wie die gleichzeitig ins Amt gewählte Kreis-Sozialdezernenten Stephanie Becker-Bösch, über den Pressedienst des Kreises eine Art Visitations-Wahlkampf. Täglich zeigten sich dabei beide Kandidaten auf Reisen durch den Kreis. Dieser Wahlkampf während der Arbeitszeit wurde von den am Sonntag unterlegenen Kandidaten Thomas Zebunke (Grüne) und Daniel Libertus (FDP) vergeblich mehrfach kritisiert.

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