KZ Katzbach

Erinnerung an den Todesmarsch

Das KZ Außenlager in Frankfurt mit dem Decknamen Katzbach in den Adlerwerken war das barbarischste in Hessen. Die Todesrate übertraf die aller anderen hessischen Lager. Am 24. März 1945 wurden die letzten rund 350 Häftlinge auf einen Todesmarsch getrieben. Daran erinnert eine Gedenkveranstaltung am Samstag, 24. März 2018.

Die lange Todesliste

Eine Gedenktafel macht auf das KZ-Außenlager Frankfurt-Adlerwerke aufmerksam. Der Text auf der Tafel lautet: „Über 1600 Häflinge verschiedener Nationalitäten wurden zwischen August 1944 und März 1945 unter SS-Bewachung im Werk I der Adlerwerke AG gefangen gehalten. In der Endphase des „Totalen Krieges“ wurden sie in der Rüstungsproduktion und bei Aufräumarbeiten eingesetzt. 528 starben in Frankfurt am Main an Hunger und Kälte, wurden hingerichtet und ermordet und starben infolge unzureichendem Schutz bei einem Luftangriff am 8. Januar 1945. 245 wurden als „Arbeitsunfähig“ selektiert. Sie starben im Konzentrationslager Dachau und im Sterbelager Vaihingen. Hunderte starben bei der Evakuierung des Lagers in die Konzentrationslager Bergen-Belsen und Buchenwald.“

Der Todesmarsch

Es waren rund 350 Häftlinge, die am 24. März 1945 auf den Todesmarsch von Frankfurt über Dörnigheim, Hanau, Gelnhausen und Fulda bis nach Hünfeld getrieben wurden. 280 Häftlinge kamen dort an. Einigen wenigen gelang die Flucht.

Die Gedenkveranstaltung an den Todesmarsch ist am Samstag, 24. März 2018, um 18 Uhr im Gallus-Theater in Frankfurt. Veranstalter ist der Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ Katzbach in den Adlerwerken und zur Zwangsarbeit in Frankfurt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins Horst Koch-Panzner sprechen die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt Ina Hartwig und der Vizekonsul der Republik Polen Przemyslaw Gembiak. Die Ansprache hält Monika Hölscher von der Landeszentrale für politische Bildung. Schüler des Goethe-Gymnasiums stellen ihre Videos über das KZ-Katzbach vor. Die Musik kommt von Emil Mangelsdorf. Das Schlusswort spricht Winfried Becker vom Gallus-Theater.

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