Kingdomino

Pegasus liefert Spiel des Jahre 2017

Von Corinna Willführ

Als Andreas Finkernagel von der Spiele-Ideenschmiede „Pegasus“ in Friedberg zum Interview mit der Landbote-Redaktion auf der Bühne von „Friedberg spielt“ stand, focht der Unternehmer eine Lanze für das Brettspiel. Nun hat eines aus der „Pegasus“-Schmiede den Preis „Spiel des Jahres 2017“ gewonnen. „Weil es ein flottes und schnell zu erlernendes Spielerlebnis bietet“. Es heißt: „Kingdomino“.

Königreiche schaffen

Wie war das nochmal beim Domino. Da werden Steine aufgestellt, die mit ihren Zahlen aneinander passen müssen und wenn das alles klappt auch noch umfallen dürfen. Zwar ist „Kingdomino“ dem klassischen Spielprinzip nachempfunden, doch statt der Punkte auf den Steinen, zeigt es den Spielern „ansprechend gestaltete Landschaftsplättchen“. Aus denen können dann zwei bis vier Menschen Königreiche erwirken, um damit möglichst viele Punkte zu erlangen. Und das geht so: In jeder Runde wird pro Spieler genau ein Plättchen genommen und eines platziert. So können Landschaften entstehen, wenn denn die Plättchen aneinanderpassen. Tun sie es, sieht also die Landschaft komplett und schön aus. Punkte gibt es, wenn denn die Landschaften auch zusammenpassen. „Das Planen der weitläufigen Ländereien rund um die Burg und der kluge Mechanismus bei der Plättchenauswahl sind stimmig miteinander verzahnt und meisterlich auf das Wesentliche reduziert“, urteilte die Jury in Berlin zur Vergabe des Preises „Spiel des Jahres“ an den Friedberger Pegasus-Verlag.

Pegasus-Geschäftsführer Andreas Finkernagel mit anderen Spielen aus seiner Spiele-Schmiede. (Foto: Petra Ihm-Fahle)

Auch Magic Maze nominiert

Über das Prädikat „Spiel des Jahres“ ist die Freude bei Pegasus in Friedberg groß. Nicht minder aber sind die Spiele-Entwickler aus der Kreisstadt in der Wetterau erfreut, dass auch das Pegasus-Spiel „Magic Maze“ für den Preis nominiert wurde. Bei dem sogenannten kooperativen Endzeit-Spiel schlüpfen die Spieler in Heldenrollen, die des einem Einkaufzentrum für Abenteuerbedarf einen Besuch abstatten. Klar, dass sie nur wenig Zeit haben, sich die erforderliche Ausrüstung in kürzester Zeit zu beschaffen. So spielen sie gegen die Sanduhr. Ein jeder für sich, denn reden dürfen sie während der Aktion nicht miteinander. Das Urteil der Jury „Magic Maze“ eröffne: „ein völlig neues Spielgefühl, bei dem niemand auch nur eine Sekunde abschalten will.“

Das werden die Macher von „Pegasus“ sicher die nächsten Tage auch nicht tun könen, gilt doch der seit 1979 verliehene Kritikerpreis „Spiel des Jahres“ als weltweit bedeutendste Spieleauszeichnung. Um zu mehr dürften sie sich auf den nächsten Termin von „Friedberg spielt“ am Sonntag, 6. August, freuen. Denn der ist für sie ein Heimspiel, zu dem sie sicher mit der Auszeichnung noch mehr Fans für Brettspiele begrüßen können als 2016.

„Kingdomino“ ist dabei bereits in 20 Ländern erhältlich. Die Idee dazu lieferte Bruno Cathala. Der Franzose, einst Ingenieur von Hauptberuf, entschied sich vor 15 Jahren, seiner Leidenschaft nachzugehen: Spiele zu erfinden. Heute macht der 53-Jährige nichts anderes mehr – und ist nach der Auszeichnung noch ein wenig erfolgreicher als bisher: im Aufbau eines Königreichs. Auf Kartenplättchen versteht sich.

Das Interview mit den Pegasus-Geschäftsführern gibt es hier: landbote.info/friedberg-spielt-3

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