Songwriter Kai Michel

Auf dem Weg nach Hause

Der Friedberger Musiker Kai Michel, sonst mit seiner Band „The Törnarounds“ unterwegs, hat sein erstes Solowerk veröffentlicht: „Road Home“. Es sind fünf eher ruhige, sehr persönlichen Songs.

Auf was der Songwriter pfeift

Eigentlich passe ihm die Schublade Singer/Songwriter nicht, sagt Kai Michel. Eine bessere fällt ihm aber auch nicht ein. Es sind fünf stimmungsvolle Songs auf „Road Home“, in denen er auf sein Leben zurückblickt. Im Titelsong „Follow The Road Home“ geht es darum, „dass ich an vielen Orten musikalisch zu Hause gewesen bin“, sagt er. Interpretationen will er seinen Hörern aber nicht vorgeben. Jeder soll in den Songs seine eigene Geschichte finden.

Am Ende des ersten Liedes „Don‘t Cry For Me“ pfeift er die Melodie. Ein schöner, in der Popmusik seltener Effekt. Zufall sei das gewesen, sagt er. Eine der beiden Gitarren habe ihm nicht gefallen, deshalb habe er spontan die Melodie gepfiffen.“

Der Mulit-Instrumentalist hat alle Instrumente selbst eingespielt. Was am Anfang von „Life‘s Been Changing“ wie Bongos klingt, sind die Trommeln seines Schlagzeuge, die er mit den Händen spielt. Er verzichte am liebsten auf die Stöcke und spiel das Schlagzeug mit den Händen, sagt er.

Der Beatles-Fan

Die fünf Songs von „Rad Home“ gibt es nicht auf CD sondern nur zum Herunterladen auf der Internetseite von Breadmaker zum Beispiel, dem Label von Moritz Herrmann, der die fünf Songs von „Road Home“ produziert hat, aber auch beim Musik-Streamingdienst „Spotify“. Wer will kann die Songs bei Breadmaker herunterladen und auf CD brennen. Ein passendes Cover gibt es dazu. Die CDs zu produzieren und zu verkaufen sei zu teuer, sagt Kai Michel. Er habe von früheren Bandprojekten „noch hunderte CDs im Keller“. Wem die Songs gefallen, kann sie bezahlen. Bei Konzerten will Kai Michel künftig Downloadkarten für „Road Home“ verkaufen. Er erwägt auch, eine kleine Auflage auf Vinyl zu Pressen. Schallplatten seien heute wieder gefragt.

(Fotos: Bruno Rieb)

Mit seiner Band „The Törnarounds“ will er nun auch Stücke aus seinem Solowerk spielen. Mit der Band, die es seit vier Jahren gibt, hat er eine CD eingespielt: „Live Evil“. Sie beginnt mit „Wannebeatle“, das klingt wie ein Live-Song der frühen Beatles, mit Gekreisch des Publikums im Hintergrund. Er nehme sich damit selbst auf die Schippe, denn er sei ein großer Beatles-Fan, sagt Kai Michel und deutet auf die Poster von Paul McCartney und John Lennon in seinem Studio.
Seinen Lebensunterhalt verdient der 51-Jährige als Musiklehrer. Er gibt privat Unterricht am Schlagzeug, am Bass und an der Gitarre. Außerdem unterrichtet er an der Friedberger Musikschule.

Vor 13 Jahre hat er den Verein Aidmusica ins Leben gerufen, um gemeinnützige Musikprojekite zu organisieren. Eine inklusive Musikschule für Menschen mit Handicaps gehört dazu. Im vergangene Jahr wurden Musikkurse für Menschen mit Behinderungen angeboten. Und Musikunterricht für Flüchtlinge. Im Friedberger Junity hat er das Konzert „Jederland“ organisiert, um Geld für den Musikunterricht für Flüchtlinge einzuspielen.

„Road Home“ gibt es hier: breadmaker.bandcamp.com/album/road-home

Am Sonntag, 4. März 2017, spielt Kai Michel mit den „Törnarounds“ beim Poetry Slam um 20 Uhr in der Kulturscheune in Büdingen-Calbach, Mittelstraße 50, 63654 Büdingen. 

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