Hitze

Bäche trocknen aus – Tiere leiden

Die Auswirkungen  der Trockenheit sind längst alarmierend. Die Fachleute des Landratsamtes  Gießen nehmen d dazu Stellung. Was sie zu sagen haben, betrifft allerdings nicht nur den Kreis Gießen.

Wasserstand stark gesunken

So wirken sich die hohen Temperaturen auch auf die heimischen Bäche aus. Die Wasserstände sind in den vergangenen Wochen stark gesunken, wodurch die Situation besonders für kleinere Bäche zunehmend kritisch wird. „Die nur örtlich auftretenden Gewitter bringen hier leider keine wirkliche Verbesserung“, führt die Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl aus: „und die Situation verschärft sich zusätzlich durch Wasserentnahme zum Gießen von Gärten.“

Der Fachdienst Wasser- und Bodenschutz des Landkreises Gießen ruft dazu auf, bei der derzeit angespannten Lage auf eine Wasserentnahme gänzlich zu verzichten. „Nehmen Sie Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt“, appelliert Schmahl. „Bäche benötigen eine Mindestmenge an Wasser, damit die dort lebenden Tiere und Pflanzen versorgt sind.“ Werde in einer Periode andauernder Trockenheit mit Niedrigwasserständen noch zusätzlich Wasser entnommen, könne dies schnell zu einer nachhaltigen Störung des ökologischen Gleichgewichts eines Gewässers führen.

Haustiere schützen

Allerdings leiden nicht nur Menschen unter den aktuellen Außentemperaturen jenseits der 30-Grad-Marke. Während wir uns ins kühle Nass im Freibad flüchten, sind unsere Haustiere darauf angewiesen, dass wir sie bestmöglich vor der Hitze schützen.

Dr. Maike Klein, Amtstierärztin und Fachtierärztin für Tierschutz des Landkreises Gießen, weist darauf hin, dass „Pferde und andere auf Weiden gehaltene Tiere gerade in der prallen Mittagshitze über Schattenplätze verfügen müssen, sei es in Form eines Unterstandes oder von dicht belaubten Bäumen. Hierbei ist es wichtig, dass sich alle Tiere gleichzeitig im Schatten aufhalten können. Des Weiteren ist eine ausreichende Wasserversorgung wichtig. Ein Pferd trinkt an einem heißen Sommertag bis zu 60 Litern Wasser. Diese Menge wird leider häufig unterschätzt.“

Dezernent Hans-Peter Stock weist auch auf die lebensbedrohliche Gefahr hin, Hunde bei diesen Temperaturen im Auto warten zu lassen. Hierbei reicht es nicht aus, das Fenster einen Spalt zu öffnen. Bei 30 Grad Celsius Außentemperatur beträgt die Temperatur im Auto schon nach 30 Minuten lebensgefährliche 46 Grad. Leider kommt es in jedem Jahr wieder zu Todesfällen von Hunden, welche ‚nur ganz kurz‘ im Auto gelassen wurden. „Bitte lassen Sie Ihren Hund bei diesen hohen Außentemperaturen in der kühlen Wohnung, falls sonst nur ein Zurücklassen im Auto möglich ist und stellen Sie ihm jederzeit genügend Wasser zur Verfügung.“

Wer weitere Fragen zur Tierhaltung hat, kann sich an den Fachdienst für Veterinärwesen und Verbraucherschutz beim Landkreis Gießen wenden (Telefon: 0641 9390-6200, E-Mail: poststelle.avv@lkgi.de).

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