Hin und Weg

Der Kommunismus

2017 jährt sich die Oktoberevolution zum 100. Mal. Aus diesem Anlass wurde im Auftrag der „Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ sowie dem Deutschen Historischen Museum eine Ausstellung erarbeitet, die auch in Gießen zu sehen ist. Die Eröffnung findet am Dienstag, 24. Oktober 2017 um 18 Uhr in der Universitätsbibliothek (Otto-Behaghel-Straße 8, Nähe Osthalle) statt. Nach einleitenden Worten von Prof. Dr. Thomas Bohn (Professor für die Geschichte Osteuropas an der Justus-Liebig-Universität) spricht der bekannte Historiker Dr. Gerd Koenen zum Thema der von ihm mitinitiierten Ausstellung, die bis zum 20. November 2017 dauert (zu besichtigen ist sie in der Unibibliothek täglich, montags bis sonntags von 7.30 bis 23 Uhr, außer an gesetzlichen Feiertagen). Der Referent Dr. Koenen (1944 in Marburg/Lahn geboren) ist Kenner der deutsch-russischen Beziehungen. In den sechziger und siebziger Jahren war er in den linken Bewegung in Deutschland engagiert. Damit befasst er sich in einem seiner Bücher („Das rote Jahrzehnt“). Weitere Infos zur Ausstellung unter bundesstiftung-aufarbeitung.de/k-ausstellung

Frieden geht anders

„Weil Menschen Frieden suchen: Fluchtursache Krieg!“ ist das Thema der Finissage der Ausstellung „Frieden geht anders“ am Mittwoch, 25. Oktober, um 17. 30 Uhr im Vhs-Haus Lich (Kreuzweg 33, 35423 Lich). Zunächst spricht Dr. Burkhard Staude von , Ärzte gegen den Atomkrieg über „Friedenspolitik heute?“ Um 18.30 Uhr    schließt sich die Lesung „Tausend Meilen über das Meer!“ mit der Autorin Annabel Wahba an. Die Ausstellung „Frieden geht anders“ des Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau zeigt anhand konkreter Beispiele, wie mit unterschiedlichen gewaltfreien Methoden Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen verhindert oder beendet werden konnten.

Steingebäude der Römerzeit

Die Überreste eine Steingebäudes einer römischen Zivilsiedlung werden in Butzbach ausgegraben. Am Mittwoch, 25. Oktober, kann von 14 bis 17.30 Uhr den Archäologen bei ihrer Arbeit über die Schultern geschaut werden. Bisher wurden Bruchstücke von Götterdarstellungen, Münzen und Gewandspangen gefunden worden, die in dieser Zeit besichtigt werden können. Treffpunkt sind die Baucontainer Oberer Lachenweg Ecke Ohio Road. Zu jeder vollen Stunde wird eine Führung angeboten. Die Teilnehmer sollten an entsprechendes Schuhwerk denken.

Die Klimakatastrophe 1817

Mit einem Vortrag über die Klimakatstrophe 1817 setzt der Oberhessische Geschichtsverein Gießen (OHG) seine Vortragsreihe am Mittwoch, 25. Oktober,  um 19 Uhr im Netanya-Saal im Alten Schloss in Gießen (beim Brandplatz), fort. Die Klimakatastrophe von 1817 hatte weltweite Auswirkungen. Referent ist der Gießener Klimaexperte Professor Jürg Luterbacher, der darstellen wird, welche Ursachen die Katastrophe hatte. Eintritt frei.  ohg.giessen.de

Musik aus Irland und Skandinavien

Mit dem North Atlantic Bridge Festival hat der Berliner Thomas Loefke (Foto) ein musikalisches Fest ins Leben gerufen, in dem sich irisch-keltische wie auch skandinavische Musiktraditionen vereinen. Im Rahmen ihrer Tour machen er und seine eingeladenen Musiker auch in Friedberg Halt. Im Theater Altes Hallenbad. Das tragende Element der musikalischen Brücke, die die nordatlantischen Länder wieder verbindet, ist Thomas Loefkes poetisches Harfenspiel. Neben Loefke sind Máire Breatnach aus Irland, die Gruppen Nordan von den Faröer Inseln und Acoustic Eidolon aus den Vereinigten Staaten zu hören.

Máire Breatnach (Foto), Irlands durch Riverdance weltberühmt gewordene Geigerin, ist eine musikalische Geschichtenerzählerin, eine moderne Vertreterin der keltischen Bardenzunft. Ihre Kompositionen handeln von den Liebespaaren und den großen Epen der irischen Mythologie. Ihre Lieder sind die großen traditionellen Liebeslieder Irlands, natürlich in gälischer Sprache: “Sean nos” – voller Sehnsucht, Leidenschaft und Wehmut. Ihre mitreißenden Tanzkompositionen sind längst eingegangen in den Schatz des traditionellen Repertoires der irischen Folkmusik.

Die Inselwelt im Nordatlantik inspiriert die Musik von Norðan: Tory Island im Nordwesten Irlands, die schottischen Hebriden, die Shetland Inseln, im Osten die Lofoten, im Norden Island und mittendrin: die 18 Inseln des Färöer Archipels. Geigerin Angelika Nielsen, in ihrer färöischen Heimat die unbestrittene Nummer Eins auf ihrem Instrument und Harfenist und Fotograf Thomas Loefke verbinden in ihren Klanglandschaften ihre eigenen Kompositionen mit Musik von den Färöern und aus Irland.

Cellistin Hannah Alkire und Gitarrist Joe Scott kommen aus Berthoud, Colorado, einem Dorf am Fuß der Rocky Mountains. Für Acoustic Eidolon haben sie einen unverwechselbar eigenen Sound im Bereich „New Acoustic Music“ geschaffen: Joe spielt das “double-neck guitjo“, eine von ihm entworfene Gitarre mit zwei Hälsen und 14 Saiten. Der glockenhafte Klang des Guitjo liefert einen liebenswerten Kontrapunkt zu Hannahs genialen, emotionalen Höhenflügen auf dem Cello.

Die Veranstaltung ist am Donnerstag, 26. Oktober um 19.30 Uhr  im Theater Altes Hallenbad, Haagstraße 29, in 61169 Friedberg.  Karten gibt es im Ticket Shop Friedberg (Tel.: 06031-15222), im Büro Theater Altes Hallenbad (geöffnet mittwochs von 10:00-12:00 Uhr, Tel.: 06031-1689983),  in der Bindernagelschen Buchhandlung, Kaiserstr. 72, und im Ulenspiegel, Wolfengasse 4, oder über Adticket.de zu 15 Euro (Abendkasse: 18 Euro) erhältlich. Weitere Informationen zum aktuellen Programm und zum Theater Altes Hallenbad sind unter aha-friedberg.info und auf Facebook abrufbar.

Kunstverein jung, dynamisch, lebendig

„Hinter Spiegeln“ ist das Motto einer Kunstausstellung mit Werken von Max Weinberg und Bertram Schüler, die der Kunstverein Bad Nauheim bis 5. November in der Galerie in der Trinkkuranlage zeigt. „Jung, dynamisch und lebendig so präsentiert sich die Ausstellung der beiden Frankfurter Künstler“, schreibt der Kunstverein in einer Pressemtteilung. Das gelte insbesondere für Max Weinberg, der im Januar 2018 seinen 90. Geburtstag feiern werde. Weinberg zähle zu den schillerndsten Gestalten der Frankfurter Kunstszene. Seine Ausdrucksmalerei sei expressiv, schrill und treffe den Nerv der Zeit, ohne anbiedernd zu wirken. Seine Gemälde entsprächen dem ästhetischen Empfinden einer durch Graffiti und Pop-Musik geprägten Kultur. Seine durch Überzeichnung und Verfremdung gekennzeichnete Kunst werfe

Masken von Bertram Schüler

zugleich immer auch soziale und ethische Fragen auf. Sie wende sich gegen Gewalt, Sexismus sowie Rassismus in unserer Gesellschaft. In Max Weinbergs Malerei gehe es um die Verhaltensmuster von Großstadtmenschen, die Darstellungsgesellschaft und ihre Abartigkeiten, Gewalt, Sexismus, Rassismus, Repression, Unterdrückung oder auch um Freiheit, Phantasie, Malerei und den Akt der künstlerischen Gestaltung. Max Weinbergs, im

Frau mit Hut von Max Weinberg

Spannungsfeld zwischen figürlicher Entfremdung und ironischer Provokation angesiedelten Darstellungen, darunter Menschen mit drei Beinen und fünf Augen oder Frauen mit acht Brüsten, werfen laut Kunstverein weitreichende Fragen nach der Beziehung zum eigenen Körper, zum Selbstbild der Geschlechter sowie zur Definition des eigenen Selbst auf. Dies geschehe immer auf provokante, zugleich humorvolle und überaus amüsante Weise.  Die Öffnungszeiten der Ausstellung: Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Eintritt frei.

Hexengeschichten
Wisy Smith zauberte aus ihrem Mantel spannende Geschichten und wusste die Kinder zu begeistern. (Foto: Petra Edelmann)

Wenn eine Hexe mit rotem Zaubermantel und Zylinder auf dem Kopf im Kinderladen des DRK Büdingen erscheint, muss etwas Besonders los sein. Der DRK Kreisverband Büdingen veranstaltete die Lesereihe „Hexengeschichten“ für Kinder. Zum Auftakt erzählte Wisy Smith den Kindern Geschichten von Hexen. Die Geschichten findet sie alle in den Innentaschen ihres Zaubermantels – sie weiß nie, was sich darin verbirgt. Das ist sogar für eine echte Hexe manchmal etwas schwierig.

Wisy Smith zog eine Karotte aus dem Mantel. „Morgens früh um sechs, erwacht die alte Hex . . . “, fiel ihr dieser alte Kinderreim ein, in dem auch die Karotte mitspielt. Weiter ging es mit der guten Hexe, die die Büdinger Jäger und Angler verzaubert hatte, damit sie keine Frösche mehr jagten. Gleichzeitig legte sie einen Zauber über die damalige Prinzessin. Die empfand das Quaken der Frösche plötzlich nicht mehr als Störung, sondern als eine wunderschöne Melodie.

Die weiteren Termine der Lesungen sind: „Büdinger Geschichten“ mit Markus Karger am 8. November; „Weihnachtsgeschichten“mit Ina Schneider am 13. Dezember. Beginn ist jeweils um 15 Uhr. Am 10. Januar 2018 liest Axel Friedersdorf Rittergeschichten vor und am 7. Februar 2018 erzählt Nicole Friedersdorf von Zauberern. Am 7. März kommt Sylvia Oster. Sie liest Ostergeschichten vor. Alle Kinder zwischen fünf und zehn sind eingeladen. Die Lesungen dauern zirka 90 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmelden kann man sich direkt im DRK Kinderladen oder bei Petra Edelmann unter Tel.: 06042/8806-12.

Ausstellung „Teile des Ganzen“ in Gießen

Die Ausstellung „Teile des Ganzen“ mit Werken von Andrea Hupke de Palacio und Kim Rodeffer Funk ist noch bis zum Jahresende in der Kreisverwaltung am Riversplatz in Gießen zu sehen. Das Besondere an deren Bildern ist, dass sie gemeinschaftlich entstehen – obwohl die beiden auf verschiedenen Kontinenten leben und arbeiten. Kennengelernt haben sie sich über ein Kunst-Blog im Internet, inzwischen ist daraus eine enge Freundschaft geworden.

Die ersten großformatigen Gemälde entstanden vierhändig bei einem Treffen in Paris. Heute lebt und arbeitet Andrea Hupke de Palacio in Heuchelheim, Kim Rodeffer Funk in Missoula, Montana, USA. Um gemeinsame Gemälde zu schaffen, schicken die beiden die gerollten Leinwände hin und her. Für die aktuelle Ausstellung am Riversplatz haben sie mit „Teilen“ gearbeitet – kleinen Gemälde-Quadraten, die jede gestaltet und die dann wie Puzzle-Teile in den Bildern verarbeitet werden. „Diese Arbeitsweise setzt großes Vertrauen voraus, da man das Endergebnis nicht alleine in der Hand hat“, erklärt Andrea Hupke de Palacio. Vier der 19 gezeigten Bilder sind speziell für die Ausstellung am Riversplatz entstanden – inspiriert durch die Geschichte des Gebäudes als ehemalige Kaserne. Die Ausstellung „Teile des Ganzen“ ist noch bis zum Jahresende in der Kreisverwaltung am Riversplatz 1-9 im ersten Stock von Gebäude F zu sehen. Geöffnet ist sie von Montag bis Donnerstag 8-16 Uhr und Freitag 8-14 Uhr.

Konferenz für Demokratie

Der Wetteraukreis ist seit diesem Sommer Projektpartner des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit. Das Bundesprogramm fördert Aktionen nicht-politischer Organisationen und Akteure zu den Themenschwerpunkten. Einmal im Jahr wird im Kreis eine Demokratiekonferenz für und mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden und Organisationen organisiert. Während der Konferenz wird das Programm mit seinen Inhalten und Möglichkeiten vorgestellt, Schwerpunkte und Handlungsansätze werden diskutiert und erste Planungen erörtert. Die Demokratiekonferenz ist am Samstag, 28. Oktober, um 17 Uhr im Jugendzentrum Junity, Burgfeldstraße 19, in Friedberg. Die Koordinierungsstelle des Wetteraukreises bittet um eine kurze, formlose Anmeldung unter Telefon: 06031/83-3012 oder -3031 oder per E-Mail an Demokratie-Leben@wetteraukreis.de

Musik und Texte zur Revolution

Auch die  Phantastische Bibliothek Wetzlar (Turmstr. 20) leistet ihren Beitrag zum Thema  „100 Jahre russische Revolution“ und lädt am Montag, 6. November (19.30 Uhr) zu einem literarisch-musikalischen Abend  ein. Zu Gast wird das renommierte Vokalensemble „Harmonie“ St. Petersburg unter der Leitung von

Vokalensemble „Harmonie“ St. Petersburg (Foto: Schmidt)

Alexander Andrianov sein, das aus seinem Heimatland geistliche und weltliche Lieder vorträgt. Moderator ist Dr. Gerd Zimmermann (Dozent für russische Literatur und Sprache an der Universität Göttingen), der Texte aus der umwälzenden und blutigen Zeit um 1917 liest. Eintritt: 10 Euro. Weitere Infos: phantastik.eu

Django Asül in Niddatal

Mit Django Asül (Foto: Peter Schmenger/Wikopedia)) haben die Niddataler Sozialdemokraten für ihren diesjährigen Kabarettabend am Donnerstag, 9.November, um 20 Uhr, im Bürgerhaus Ilbenstadt einen scharfzüngigen und bundesweit bekannten Kabarettisten engagiert. Der Niederbayer mit türkischen Wurzeln gastiert mit seinem aktuellen Programm „Letzte Patrone“, einem irren Mix aus Satire und Volkstheater. Die Eintrittskarte kostet im Vorverkauf 20 Euro und ist ab 29.07.17 bei folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich: Assenheim : Freizeitreisen, Nieder Wöllstädter Str. 3, Bönstadt : Erhard Reiter, Am Mühlberg 7, Ilbenstadt : Gelis Ecklädchen, Hügelstr.2, Kaichen : Elke Steppan, Sonnenweg 4.

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