Hin und Weg

Kurs „Wiesenmähen mit der Sense“

Samstag 2. 6., 9 Uhr, Oberursel-Steinbach, Terffpunkt: Bund-Vogelschutzhecke am Mariannenweg (Oberstedten; benachbart der Baumschule Peselmann), Teilnahmegebühr: 55 Euro. Anmeldung bei: Angelika Bouton,Telefon 06172 856 313.

(Foto: 1971markus/wikipedia)

Natur mit allen Sinnen zu erleben: Diese Möglichkeit bietet sich beim Wiesenmähen mit der Sense. Die richtige Technik für ein effektives und dennoch entspanntes Arbeiten kann in dem Kurs des Bund-Ortsverbandes Oberursel-Steinbach erlernt werden und vorhandene Kenntnisse können verfeinert werden. Kursleiter ist Jörg George vom Talhof in Usingen-Wernborn. Der Bund empfiehlt die Sense als umweltschonende, abgas- und lärmfreie Alternative zum Rasenmäher. Im Kurs wird der Schwerpunkt auf dem Führen der Sense liegen. Das Wetzen und Dengeln wird vorgeführt, am Kurstag jedoch nicht intensiv geübt. Um telefonische Anmeldung wird bis 30. Mai gebeten. Der Kurs findet bei Anmeldung von mindestens 4 Teilnehmern statt. Wer eine eigene Sense besitzt, sollte sie mitbringen. Anfängern können Sensen vom Talhof gestellt werden. Da die Auswahl passend zur Körpergröße erfolgt ist dieser Punkt bei Anmeldung bitte zu klären. Wetterangepasste Kleidung wird empfohlen. Bei Starkregen wird der Termin verschoben. Weitere Informationen per Email an Angelika_Bouton@yahoo.de

Tanja Kinkel liest aus „Grimms Morde“

Montag, 11. 6, 19.30 Uhr, Phantastischen Bibliothek Wetzlar, Turmstr. 20 , Eintritt: 8 Euro

Ihre Bücher (u. a. „Die Löwin von Aquitanien“ und „Das Spiel der Nachtigall“) sind Bestseller; ihr Erfolgsroman „Die Puppenspieler“ wurde verfilmt. Ihr aktuelles Werk „Grimms Morde“ stellt Tanja Kinkel (Foto: Heike Huslage-Koch/Wikipedia) nun in der Phantastischen Bibliothek vor. Veranstaltet wird die Lesung gemeinsam von der Goethe-Gesellschaft und der Phantastischen Bibliothek während der Kunst- und Kulturtage Wetzlar, unterstützt vom Kulturförderring Wetzlar. Worum geht es im neuen Buch der aus Bamberg stammenden und heute in München lebenden Schriftstellerin? 1813 lernte der damals 27-jährige Wilhelm Grimm bei einem Besuch der freiherrlichen Familie Haxthausen in Westfalen die 18-jährige Maria Anna („Jenny“) von Droste zu Hülfshoff  kennen, die ältere Schwester der späteren Dichterin Annette von Droste-Hülfshoff. Jenny verliebt sich in ihn und übersandte ihm einige Märchen. Auf diesem historischem Hintergrund ist die Geschichte aufgebaut, in der es auch um einen Mord in Kassel im Jahr 1821 geht, der den Brüdern Grimm untergeschoben werden soll. Was ist fiktiv, was historisch verbürgt? Die Autorin will sich dazu in Wetzlar äußern.

Porträts geflüchteter Frauen

22.5. bis 20.6., Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, Frankfurt (Main)

Der DGB Frankfurt am Main zeigt in Kooperation mit dem VbFF – Verein zur beruflichen Förderung von Frauen e.V. im Foyer des Gewerkschaftshauses die Ausstellung „Ankommen – Weiterkommen“ mit Porträts und Texten von geflüchteten Frauen. Entstanden sind die Portraits im Projekt „Ankommen – Weiterkommen“ zur beruflichen Orientierung für geflüchtete Frauen“ des VbFF. Ergänzend zu den Fotografien schrieben die

Teilnehmerinnen eigene Texte zu einer selbstgewählten Erfolgssituation und Gedichte mit ihren Ideen zum Thema Lebensglück. Die eigene Geschichte in dieser Form zu erzählen, war für die Beteiligten eine ganz neue Erfahrung, die ihnen viel Freude bereitete. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Erzählende Zeichnungen von Silke Trunk

bis Ende Mai, Montag bis Donnerstag 8 bis16 Uhr und Freitag 8 bis 14 Uhr, Kreisverwaltung am Riversplatz 1-9 im ersten Stock von Gebäude F, Gießen

Silke Trunk mit einem ihrer Werke. (Foto: Kreisverwaltung Gießen)

In der Ausstellung „Kunst ist meine Sprache“ zeigt Silke Trunk Zeichnungen und Gemälde. Der Künstlerin, die mit ihrer Familie in der östlichen Wetterau lebt, ist eine detailgenaue und naturnahe Darstellung ihrer Themen oder Objekte wichtig. Während ihrer Ausbildung an der privaten Kunstakademie von Faber-Castell in Nürnberg und an der Kunstakademie in Bad Reichenhallentdeckte sie das Zeichnen mit dem Bleistift für sich. Im Jahr 2013 entstand die erste sogenannte erzählende Zeichnung als künstlerische Form der kritischen Auseinandersetzung mit politischen oder gesellschaftlichen Themen. Dazu recherchiert Silke Trunk ausführlich und fügt dann ihre persönlichen Assoziationen zu einem Gesamtwerk zusammen. Das „Zeitfenster 2012 – Fabrikbrände in Bangladesch“ etwa zeigt eine Näherin in landestypischer Kleidung an der Nähmaschine. Außerdem sind Nähmaterialien zu sehen und ein Mann, der klagend ein Bild seiner Frau in den Händen hält, sowie ein Kind, das an einem Wasserrohr auf einer Müllkippe seinen Durst stillt. Models auf dem Laufsteg und eine Frau mit vielen Einkaufstüten symbolisieren Konsum und Modeindustrie. Außerdem hat Silke Trunk einen Sportschuh gezeichnet und festgehalten, wer wie viel vom Endpreis des Schuhs erhält. Zu Edward Snowden assoziierte Silke Trunk George Orwells Roman „1984“ und den Nobelpreis, dargestellt durch Alfred Nobel und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela. Außerdem zeigt ihr „Zeitfenster 2013 – Edward Snowden“ die Präsidenten Bush und Obama sowie Whistleblower Chelsea Manning und WikiLeaks-Gründer Julian Assange, ergänzt durch den Songtext von Bettina Wegners „Sind so kleine Hände“. Für ihre Reihe „Indien zwischen Tradition und Moderne“ hat Silke Trunk ein indisches Mädchen porträtiert, das im Rahmen des Schüleraustauschprogramms des Rotary Clubs in Nidda war. Sie zeigt die junge Frau sowohl in traditioneller indischer Kleidung als auch in moderner Kleidung.