Hin und Weg

Georgische Literatur in Wetzlar

Die Sameba-Kathedrale in Tbilisi. Foto: Gert Kallenbach.

Vortrag am Montag, 24. September, 19.30 Uhr  in der Phantastischen Bibliothek Wetzlar, Turmstraße 20.

„Georgien und seine Literatur“ lautet im Rahmen der Reihe „Wetzlar liest“ das Thema am Montag,   In Zusammenarbeit der Bibliothek mit der Goethe-Gesellschaft stellen Prof. Dr. Marina Bokuchava  (Bonn) und Dr. Karin Unsicker  (Marburg) das Land zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus mit seiner vielfältigen Tradition und reichen Kultur vor. Goethe hat sich mit dem »West-östlichen Diwan« tief in östliches Denken und Dichten hinein begeben; in seinem Sinne soll das Gespräch geführt werden. Der Eintritt zur Veranstaltung  rund um das Gastland auf der Frankfurter  Buchmesse ist frei.

Menschenkette in Kilianstädten

Protest gegen AfD-Veranstaltung,  Dienstag, 25. September ab 18 Uhr am Bürgertreff Schöneck-Kilianstädten, Richard-Wagner-Straße 5.

Zum Bilden einer Menschenkette rund um den Kilianstädter Bürgertreff ruft das „Bunte Bündnis Schöneck “ gemeinsam mit der Initiative „Kirche in Schöneck“ auf.  In der Ankündigung heißt es, man wolle Farbe bekennen für ein vielfältiges, menschliches, demokratisches und solidarisches Miteinander ohne Ausgrenzung, Hass und Gewalt. Zeitgleich lädt die AfD zu einer Veranstaltung in den Bürgertreff ein. Der Landtags-Direktkandidat Ulrich Langenbach will sein  Wahlprogramm vorstellen. Ansprachen halten auch  der ehemalige Bildzeitungs-Kulturchef Nikolaus Fest und der Sachsener Vize-Landesvorsitzende der AfD, Maximilian Krah.

Yücel-Lesung in Bergen-Enkheim

Dienstag, 25. September, 20 Uhr im bibliothekszentrum Bergen-Enkheim, Barbarossastr. 65.

Ilkay Yücel, die Schwester des lange in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel, liest auf Einladung des Vereins Lese-Insel aus seinem Buch „Wir sind ja nicht zum Spaß hier“.  Er enthält Reportagen und Satiren von Yücel. Als Moderatorin fungiert Katharina Fertsch-Röver. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Oper „Medea“ in Friedberg

Inszenierung des Theaters Altes Hallenbad am  28. September ab 19.30 Uhr und am 30. September um 16 Uhr.

Viermal ist   die selten gespielte Oper „Medea“ im Theater Altes Hallenbad an der Haagstraße 29 in Friedberg zu hören und sehen. Das Opern-Team des ehrenamtlich betriebenen Kulturhauses inszeniert dort „Medea“ von Luigi Cherubini – ein Stück aus dem Jahre 1797.

In der sechsten Opernproduktion der Profi-Musiker und Sänger mit dem rund 30köpfigen Chor „Klangbad“ geht es um Liebe, Hass und tödliche Rache: Medeas bedingungslose Liebe zu Giasone kehrt sich in tödliche Rache um, nachdem er sie verlassen hat, um die Königstochter Clauce zu heiraten. Medea ist auf der Flucht, verstoßen, einsam und verzweifelt leidend in ihrem vernichtenden Zorn, der am Ende ihre eigenen Kinder trifft. Die Geschichte von Jason, Medea und den Argonauten war schon in der Antike bekannt und wurde unter anderem von Euripides für das Theater bearbeitet. Das Opernensemble des Alten Hallenbades nähert sich diesem Drama in einer eigenen Fassung. Gesungen wird die erstmalig für Maria Callas im Jahr 1953 angefertigte italienische Übersetzung. Eine Erzählerin erläutert dem Publikum die Geschichte.  Die Regie führt Veronika Brendel. Die Medea singt Cornelia Haslbauer, ihren Mann Chisone  singt Alec Otto (Bild).  Die musikalische Leitung hat Klaus D. Jung, das Orchester führt Daniel Görlich. Der Eintritt kostet 29 Euro an der Kasse, im Vorverkauf beim Ticket-Shop, der Buchhandlung Bindernagel und im Ulenspiegel sind es zwei Euro weniger.

Rock gegen Hass  in Friedberg

Konzert für Demokratie und Menschenrechte am Freitag, 28. September ab 18 Uhr im Junity Friedberg, Burgfeldstraße 19.

Ein Konzert mit Infoständen, politischer Bildung und vielen netten Leuten verspricht die Antifaschistische Bildungsinitiative im Friedberger Jugendzentrum.  Auf der Bühne spielen die Gruppen Elfmorgen, Shortless, Juicy Roadkill und The Screwjetz. Der Eintritt ist frei. Die Veranstalter behalten sich vor,  von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.

Römerfest und Markt am Limesturm bei Taunusstein-Orlen

Mittwoch, 3. Oktober zwischen 11 und 17 Uhr am Limesturm bei Taunusstein-Orlen.

Die Mitglieder der Römer- und Germanengruppe „Zugmantel Cohorte“ laden  ein zum Römerfest mit Handwerkermarkt am  Limesturm bei Taunusstein-Orlen.  Römische Limessoldaten und freie Germanen präsentieren ihre militärische Ausrüstung und berichten vom täglichen Dienst und Leben am Limes.  Zu sehen sind auch Händlerinnen und Händler aus den römischen Provinzen und dem freien Germanien. Antike Gewerke gibt es zu bestaunen wie Metallverarbeitung, Lederer, Nadelbinden, Brettchenweberei, Knochenschnitzen und Kerzenzieher. Kinder können ihr handwerkliches Geschick ausprobieren.  Man kann mit  römischen Bögen schießen und sich einer Feldschlacht mit römischen Soldaten messen.  Außerdem wird der Schriftsteller Michael Kuhn über die römische Kochkunst referieren und Kostproben  anbieten.   Der Eintritt ist frei!   Kostenfreie Parkmöglichkeit ist am Naturparkplatz „Zugmantel“ vorhanden. Er liegt an der B 417 gegenüber Waffel Löser bei Taunusstein-Orlen.

Lyrischer Piano-Jazz

Sonntag, 7. Oktober, 19 Uhr, Ernst-Leitz-Saal, Wetzlar. Ticketpreise: 25,40 Euro im Vorverkauf, 14,40 Euro ermäßigt.
Vorverkauf bei o-tone music, Marktlaubenstr. 1, 35390 Gießen
Tel.: 0641 9488930 oder allen bekannten VVK Stellen. adticket.de

Ein Leckerbissen für die Musikfreunde: der Schwede Emil Brandqvist und seine skandinavischen Piano-Musiker treten als Trio erneut in Wetzlar auf. Seit ihrem letzten Auftritt im Pianohaus sind eineinhalb Jahre vergangen und ihr mittlerweile viertes Album „Within A Dream“ ist erschienen. Seitdem stürmten sie mit ihrem

lyrischen Piano Jazz die Top-50 der Deutschen Pop Charts, spielten auf großen Festivals in Europa. Die Kompositionen des namensgebenenden Schlagzeugers erinnern an das folkloristische Erbe seines Landes. Gespickt mit einer gehörigen Portion Selbstironie und in diesem Rahmen geradezu unerhört wirkenden Synthesizern und treibenden Schlagzeugsoli werden der romantischen Grundlage immer wieder Akzente aufgesetzt, die mitreißend sind. Übrigens: Emil Brandqvist hat auch Filmmusiken komponiert, beispielsweise für den schwedischen Spielfilm „Bloody Boys“.

Diskussion zum hessischen Verfassungsschutz

Dienstag, 9. Oktober ab 18 Uhr im Gewerkschaftshaus Frankfurt, Wilhelm-Leuschner-Straße 68-77

Bei der Landtagswahl am 28. Oktober sollen die Bürger auch über die veränderte Landesverfassung und damit über die Befugnisse des Verfassungsschutzes abstimmen. Die greifen nach Ansicht der Veranstalter in die Rechte und Freiheiten der Bürger ein. Darüber sprechen ein Vertreter der VVN.-BdA Hessen (ein überparteilicher Zusammenschluss von Verfolgten des Naziregimes, Widerstandskämpfern, und  Antifaschisten), außerdem der stellvertretende DGB-Landesvorsit6izende Sandro Witt und Silvia Gigold.

Ausstellung zu Kapitulation und Novemberevolution

Bis 30. Juni 2019,  Wetterau-Museum, Haagstraße 16, 61169 Friedberg.

„Kapitulation – Zusammenbruch – Novemberrevolution. Friedberg und Friedberger im Ersten Weltkrieg. Eine Chronologie. Teil 4: 1917-1919“, ist das Thema des vierten Teils des Ausstellungsprojekts zum Ersten Weltkrieg. Der Blick richtet sich auf das letzte Kriegsjahr mit seinem allgegenwärtigen Mangel, die Kapitulation, den Zusammenbruch des Kaiserreiches, die Novemberrevolution 1918 und den demokratischen Neuanfang im Januar 1919. Was bedeutete der Erste Weltkrieg für die Menschen, die vor 100 Jahren in Friedberg lebten? Diese Fragestellung bildete Ausgangspunkt und roten Faden des vierjährigen Ausstellungsprojektes von Stadtarchiv Friedberg und Wetterau-Museum, das jetzt mit dem vierten Teil seinen Abschluss findet. Der letzte Teil zeigt ebenso wie die drei vorangegangenen Ausstellungen, wie massiv und einschneidend der im Bewusstsein der Deutschen lange „vergessene Krieg“ die Entwicklung der Stadt und das Leben ihrer Menschen auf Jahre hinaus prägte und veränderte. Die bewusste Perspektive auf die lokale Situation ermöglicht es, das globale Kriegsereignis mit der Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort in Verbindung zu bringen und anschaulich zu machen. Die reichhaltigen Sammlungen des Wetterau-Museums und des Stadtarchivs Friedberg vermitteln hierbei einen unmittelbaren Blick auf originale Zeugnisse dieser Zeit.In die Ausstellung integriert wird ein Zugang zu dem neuen Internetportal „Der Erste Weltkrieg im Spiegel hessischer Regionalzeitungen“, das einen direkten Zugriff auf die digitalisierten hessischen Zeitungen von 1914 bis 1918 ermöglicht. Hierbei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der hessischen Landesbibliotheken, der HeBIS Verbundzentrale und des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde.

Harry Messerschmidts  phantastische Welten

Sonderausstellung im Heuson-Museum Büdingen bis 28. Oktober 2019.

Der Büdinger Geschichtsverein würdigt das Lebenswerk von Harry Messerschmidt (1947-2017) in einer Sonderausstellung. Dazu werden im Heuson-Museum in der Büdinger Altstadt eine Auswahl seiner Comics, Zeichnungen und Dioramen gezeigt.  Seine Werke wurden hauptsächlich von Comic-Verlagen veröffentlicht. Science-Fiction-Geschichten, „Wilder Westen“ und „Dschungel“ waren seine Themen. Er arbeitete aber auch für den Bastei-Verlag und erstellte ab 1984 Illustrationen für Perry Rhodan, der großen deutschen Science-Fiction-Serie.  Ab 1990 kamen neun Historische Comics dazu, u.a. „Geschichte der Ronneburg“, „Lissberg-Saga“ und „Zeitreise in das Büdinger Land“.

Harry Messerschmidt. Foto: Hans Simon

Harry Messerschmidt war der Natur sehr verbunden. Dies zeigt sich in den Arbeiten, die er für den NABU, den Waldkindergarten „Die Frischlinge“ und die Initiative „Faszination Regenwald“ fertigte. Auch ein Teil dieser Zeichnungen werden gezeigt werden.
Ein besonderes Highlight der Ausstellung bilden seine Dioramen, Szenen mit Modelllandschaften und -figuren. Auch hier ist er seinen Lieblingsthemen treu geblieben: Dinosaurier bewegen sich in urzeitlicher Natur, Indianer durchstreifen monumentale Felslandschaften, ein Ufo landet in extraterrestrischer Umgebung.

Internetzeitung für Rhein-Main und Mittelhessen