Hin und Weg

 Leidenschaft für Kunst

Donnerstag, 15. November, 19 Uhr, Wetterau-Museum, Haagstraße 16, 61169 Friedberg.

Die Sonderausstellung „Leidenschaft für Kunst. Die Sammlung Dr. Ina-Maria Reuß“ wird im Wetterau-Museum eröffnet. Kunstsammlungen spiegeln meistens etwas von der Persönlichkeit des Sammlers oder der Sammlerin wieder. In diesem Sinne stellt das Wetterau-Museum diese in Berlin beheimatete Privatsammlung vor, in der sich unter vielen anderen Werke von Karl Hofer, Marcus Behmer und Hans Böttcher befinden. Die Sammlerin errichtete 2015 als Treuhandstiftung in der Verwaltung der Stadt Friedberg (Hessen) die Dr. Reuß-Stiftung, deren Zweck die Förderung kulturwissenschaftlicher Forschungen in Friedberg ist. Die Stifterin Dr. Ina-Maria Reuß, die in Berlin geboren wurde und bis heute dort lebt, ist durch ihre Vorfahren eng mit Friedberg verbunden. Die Sonderausstellung ist bis zum 13. Januar 2019 zu sehen. Das Museum ist dienstags bis freitags von 9 bis12 und von 14 bis 17 Uhr, samstags von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro, Familienkarte: 8 Euro

Reparier-Bar öffnet in Büdingen

Repair-Café am Donnerstag, 15. November ab 17 Uhr in der Bahnhofstraße 5 in Büdingen.

Warum Sachen wegwerfen, wenn sie noch reparierbar sind, dachten sich Christina Bross und Jürgen Müller. Nun haben sie gemeinsam mit Freunden eine Reparier-Bar eingerichtet.  Gäste und Leute mit ihren defekten Geräten oder Kleinmöbeln sind  willkommen. Die Reparier-Bar befindet sich in der ehemaligen Druckerei in der Bahnhofstraße 5 in Büdingen. Gemeinsam mit vier weiteren Tüftlerinnen und Tüftlern werden Christina Bross und Jürgen Müller vorerst einmal im Monat ihre  Dienste anbieten. „Wir geben jedem kaputten und defekten Ding eine Chance“, sagt Christina Bross. Und Jürgen Müller ergänzt: „Wir geben Anleitung zum Selber-Reparieren, egal ob das Teil aus Holz, Metall oder Plastik ist oder mit Strom betrieben wird. Ziel des Reparier-Bar-Teams ist es, Müll zu vermeiden, Ressourcen zu sparen, damit auch die Umwelt zu schonen und nachhaltige Lebensweisen in der Praxis zu erproben“. Das Team ist unter der Mobilnummer 0179 19 55 530 (Jürgen Müller) zu erreichen. Die Reparier-Bar öffnet wieder am 13. Dezember  von  17.00 bis 20.00.

Mit SPD Bad Vilbel ins Frankfurter Liebieghaus

Donnerstag, 15. November, 18 Uhr, Eingang des Liebieghauses, Schaumainkai 71, Frankfurt. Anreise und Eintritt werden selbst bezahlt, die Führung ist kostenlos. Anmeldung per Telefon unter 0151 573 473 59 oder per mail an  hallo@spd-badvilbel.de.

Die Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“ im Frankfurter Liebieghaus kann mit der SPD Bad Vilbel besucht werden. In der Ausstellung wird ein wichtiger Mythos der griechischen Sagenwelt erzählt: Es ist die Geschichte eines märchenhaften Abenteuers und einer großen Liebe, die in einem Verhängnis endet. Die Ausstellung im Liebieghaus Skulpturensammlung entstand in Zusammenarbeit mit dem Georgischen Nationalmuseum anlässlich Georgiens Auftritt als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2018. Katja Meiner, Museumspädagogin und SPD-Ortsbeiratsmitglied Kernstadt, wird erneut die Führung übernehmen und dabei auch erläutern, wie ein sprechendes Navigationsgerät den sagenumwobenen Argonauten den Weg zeigte.

Siegfried Grosse liest im Bauzentrum

Freitag, 16.November, 19 Uhr, Bauzentrum Gerhardt, In der Alböhn 9, Butzbach. Eintritt frei

Kinder, Eltern und Großeltern, alt und jung: An diesem Abend nimmt Siegfried Grosse uns mit auf eine kurzweilige und gefühlvolle Reise, eine Reise quer durch die Generationen. Von der Kindheit bis ins Großelternzeitalter. Eine spannende Entdeckungsreise rund um das Miteinander, auf der man in verschiedenen Altersabschnitten in unmittelbaren Kontakt mit wichtigen Reibungspunkten und Momenten voller Lebensgefühl kommt. An ausgewählten, markanten Stationen dieser Reise wird Halt gemacht, um nachhaltige und wichtige Eindrücke auf sich wirken lassen zu können. Der Hörer schlüpft in rascher Reihenfolge in ihm manchmal wohl bereits bekannte, aber auch für den einen oder anderen noch unbekannte Rollen. Kritisches Mitdenken und intensives Mitfühlen garantieren eindrucksvolle Reiseerlebnisse. Die unmittelbar aus dem Lebensalltag entstandenen Texte animieren zum Innehalten, wecken Neugier und setzen beim Hörer immer wieder ungeahnte Kräfte frei. Der Autor Dr. Siegfried Grosse arbeitet seit 45 Jahren in Beratung, Therapie und Ausbildung. Er versteht es meisterhaft, in seinen Schilderungen und Beschreibungen Gedanken und Gefühle in eine wohltuende Balance zu bringen. In seinen Texten spiegelt sich das Leben in all seinen beeindruckenden Schattierungen. Buntes mischt sich mit Grauem. Nachdenkliches und Tiefgründiges mit Heiterem und Humorvollem. Zu Erwartendes mit Überraschendem. Meditative Klangsequenzen begleiten die spannende Zeitreise und sorgen für eine weitere Vertiefung der vielfältigen Betrachtungen.

Il Giratempo spielt Barbara Strozzi

Samstag, 17. November, 19.30 Uhr, Altes Hallenbad, Haagstraße 29, Friedberg. Abendkasse: 18 Euro, Vorverkauf: 15 Euro (Ticket-Shop, Buchhandlung Bindernagel, Ulenspiegel)

Im Venedig des 17. Jahrhunderts gab es eine liberale und säkulare Musikszene. Dazu gehörte die Komponistin und Sängerin Barbara Strozzi (1919 – 1677), deren mutmaßliches Porträt als Gambenspielerin auf diesem Gruppenbild von „Il Giratempo“ auftaucht. Das junge Ensemble lässt die ausdrucksvolle Musik Barbara Strozzis erklingen. Die Sopranistin Laila Salome Fischer (auf dem Foto in der Mitte) von Liebe und Leid. Begleitet wird sie vom Jazzsaxophonisten Magnus Mehl, Vanessa Heinisch an der Theorbe und Barockgitarre, vom Viola da Gamba-Spieler Dàvid Budai und Max Volbers am Cembalo. „Talkin about Barbara“ nennt „Il Giratempo“ („Der Zeitenwandler“) das Programm. Barbara Strozzi steht für die Zeit, in der expressiver Sologesang und virtuose Instrumentalmusik die strengen Melodien früherer Zeiten ablösten. Komponistenkarrieren waren nicht mehr an Kirchenämter geknüpft. Junge Komponisten, Maler und Bohemiens eroberten die Salons der kunstbeflissenen Eliten. Damals entstanden die ersten Opern.

Treffen der Tolkien-Fans

Samstag, 17. November, 10 bis 14 Uhr, Phantastische Bibliothek, Turmstr. 20, Wetzlar. Eintritt frei.

Die Deutsche Tolkien- Gesellschaft lädt während des bundesweiten Lesetages zu einem Lesefest rund um die geheime Stadt Gondolin ein. Tolkien-Kenner wissen: Von der Gründung der weißen Stadt im Nachhall des Krieges, über die Liebesgeschichte zwischen dem Sterblichen Tuor und der Unsterblichen Idrilbis hin zum Untergang des Elbenreichs – die Sage von Gondolin bildet eine der drei großen Geschichten aus der Sammlung „Silmarillion“ des Schriftstellers. John Ronald Reuel Tolkien stammt aus England und war nicht nur Autor, sondern auch Philologe. Er schrieb mit „Der Herr der Ringe“ (Mitte der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts erstmals herausgegeben) einen Super-Bestseller. Er gilt als einer der Väter der Fantasy-Literatur. In der Phantastischen Bibliothek, die Mitveranstalter des Treffens von Tolkien-Fans ist, werden außer den Lesungen unter anderem ein Illustrations-Workshop mit Fantasy-Künstlerin Anke Eißmann, ein Workshop zur Figurenmalerei, ein Quiz und Spielrunden geboten. Für Getränke und Kuchen ist gesorgt.

Montagsdemo am Frankfurt Flughafen

Montag, 19. November, 18 Uhr, Flughafen Frankfurt

Die Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau-Kinzigtal e.V. gestaltet die Montags-Demo im Frankfurter Flughafen mit ihrer Forderung: Ruhe im Kinzigtal! Sie ruft alle Lärmgeplagten auf mitzufahren. Eine spürbare Reduzierung des Lärms bringe nur ein geändertes Anflugverfahren mit einer Anhebung der Flughöhen um 300 Meter oder ein Gleitsinkflug. Dies sei technisch möglich. Eine lohnende Aufgabe für die Deutsche Flugsicherung, auch wenn dafür möglicherweise mehr Fluglotsen erforderlich seien, meint die IG. Und es sei eine Maßnahme, die den Fluglärm nicht in andere Regionen verlagere. In Wiesbaden gibt es nach der Landtagswahl nun Koalitionsverhandlungen. Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau-Kinzigtal will ihren Protest dort zum Thema machen. Sie trifft sich um 16.30 Uhr im Hanauer Hauptbahnhof und fährt mit der S-Bahn (Gruppenfahrkarten) gemeinsam zum Flughafen.

Wie man sein Lieblingsbuch findet

Dienstag, 20. November, 19 Uhr, Phantastische Bibliothek, Turmstraße 20, Wetzlar. Eintritt 5 Euro/LDK-Preis: 4,50 Euro.

Jahr für Jahr kommen viele neue Bilder-, Kinder- und Jugendbücher auf den Markt und werben mit witzigen Bildern, frechen Titeln und frohen Farben um die Gunst von Kindern und Erwachsenen. Aber wie findet man hier sein Lieblingsbuch? Maren Bonacker Foto), zertifizierte Lese- und Literaturpädagogin sowie freiberufliche Journalistin, stellt ihre Favoriten des Jahres vor. Der literarische Abend soll Erwachsenen und interessierten Kindern und Jugendlichen Lust aufs Lesen machen – und ein Büchertisch sorgt dafür, dass die Lieblingstitel auch gleich erworben werden können.
Maren Bonacker leitet als zertifizierte Lese- und Literaturpädagogin die Kinderabteilung der Phantastischen Bibliothek und arbeitet als freiberufliche Journalistin hauptsächlich in den Bereichen Kinder- und Jugendliteratur. Sie ist für verschiedene Jurys tätig, darunter für den Deutschen Jugendliteraturpreis und den Leipziger Lesekompass, und wurde für ihre journalistische Arbeit mehrfach für den avj-Medienpreis nominiert. Die Buchausstellung ist bereits ab 18 Uhr geöffnet. LDK-Preis bedeutet, dass Erzieher, Lehrer und andere, die beim Lahn-Dill-Kreis arbeiten, zehn Prozentweniger Eintritt zahlen, da die Bibliothek vom Lahn-Dill-Kreis (LDK)unterstützt wird.

Taunus im Zweiten Weltkrieg

Abendvortragsreihe „Der Taunus im Zweiten Weltkrieg“ jeweils freitags, 19 – 21.15 Uhr.  Ort: Wenn nicht anders angegeben in der VHS Bad Homburg, Elisabethenstr. 4-8. Anmeldung unter 06172 / 230 06, oder  info@vhs-badhomburg.de. Referent: Bernd Vorlaeufer-Germer

Im Taunus und in der westlichen Wetterau gab es während des Zweiten Weltkrieges Stätten, die für das Kriegsgeschehen eine besondere Bedeutung hatten, die aber heute fast niemand mehr kennt. Mit einer Vortragsreihe sollen diese Stätten des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte und deren Bedeutung dem Vergessen entrissen werden.

Am 22. November:  Die 12. SS-Eisenbahn-Baubrigade – ein mobiles Konzentrationslager in Bad Nauheim und Friedberg, ab 18.45 Uhr in der Volkshochschule Friedberg,  Friedensstraße 18.

Am 23.  November: Schloss Kransberg, Teil des ehemaligen Führerhauptquartiers „Adlerhorst“, Hauptquartier von Himmler und Göring, Außenkommando „Tannenwald“ des Konzentrationslagers Buchenwald 1944/45 und Anglo-amerikanisches Vernehmungszentrum „Dustbin“ 1945 – 1947

Kinoabend „Welcome To Sodom“

Mittwoch, 21. November, 19 Uhr, Kino, Roßbrunnenstraße 3, 35510 Butzbach.

Der Bund Ortsverband Butzbach und die Nabu-Gruppe Butzbach präsentieren zusammen mit dem Butzbacher Kino den Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“. Zu Beginn wird Bund- Landesgeschäftsführer Michael Rothkegel in die Thematik einführen.In Agbogbloshie, einem Stadtteil von Ghanas Hauptstadt Accra, leben etwa 6.000 Menschen. Sie halten Ziegen, Schafe und Rinder. Dort werden Kinder geboren, Lieder gesungen und Feste gefeiert. Die Menschen leben ein ganz normales Leben in Armut, das sie dort bis vor kurzem noch nicht leben konnten. Denn vor noch nicht allzu langer Zeit war Agbogbloshie ein Sumpf, ein feuchtes Gebiet, in dem niemand leben konnte. Heute wird das Land von einer Schicht aus Elektroschrott bedeckt. Entgegen den Bestimmungen der Basler Konvention von 1989 werden jährlich 250.000 Tonnen Elektroschrott, vorwiegend aus Europa, nach Agbogbloshie verschifft. Die Menschen, die dort leben, schlachten die Geräte auf der Suche nach Metallteilen aus und brennen die Plastikumhüllungen der Kabel ab, um an Rohstoffe zu gelangen, die sich weiterverkaufen lassen. Bei diesen Arbeiten, die mit einfachsten Mitteln und ohne Schutzbekleidung im Freien stattfinden, werden giftige Substanzen in die Luft, den Boden und das Grundwasser freigesetzt; die Folgen für die Bewohner und die Umwelt sind gravierend. Nicht umsonst nennen die Bewohner diesen Ort „Sodom“ nach der bekannten Stadt aus dem Alten Testament. Die Regisseure Florian Weigensamer und Christian Krönes verzichten in „Welcome to Sodom“ auf jegliche oberflächliche Anklage, sondern nähern sich respektvoll den dort lebenden Menschen an. Die Arbeit, die sie dort gefunden haben, bietet ein Auskommen und die Hoffnung auf ein Geschäft, das sie von dort wegführen kann – vielleicht schon morgen.

Stammtisch der SPD Bad Nauheim

Mittwoch, 21. November, 19 Uhr, Restaurant „Teichhaus“, Nördlicher Park 16, Bad Nauheim. Anmeldung per Email an kontakt@spd-bad-nauheim.de

Die SPD trifft sich einmal im Monat zum Stammtisch, um „in nettem Ambiente unkompliziert über aktuelle Politik zu reden“. Dabei soll es gleichermaßen um bundespolitische, wie lokale Themen gehen. Auch Ideen und Wünsche an den Ortsverein sind willkommen. Der Stammtisch richtet sich gleichermaßen am Mitglieder, wie politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Ivonne Keller liest aus „Hirngespenster“

Freitag, 23. November, 19 Uhr, Historisches Rathaus, Hauptstr. (neben der Kirche), Gambach. Abenkasse 10 Euro, Vorverkauf 8 Euro bei Bindernagelsche Buchhandlung Butzbach, Stadtverwaltung Münzenberg, Jule Heck in Gambach und Hof Apotheke Lich. Reservierungen per Email an tourismus@muenzenberg.de oder Telefon 06033-960329 (Katharina Rüd) oder 06033-970433 (Jule Heck).

Der Literarische Salon Münzenberg lädt in regelmäßigen Abständen Autoren aus der Wetterau ein, um aus ihren aktuellen Büchern zu lesen. Nun kommt nun die Bad Vilbeler Krimiautorin Ivonne Keller alias Stina Jensen (Foto). Sie liest aus ihrem Roman „Hirngespenster“, der in Frankfurt und Bad Homburg spielt: Als Silvie nach einem Unfall erwacht, ist die einst so lebenslustige Frau gefangen in ihrem eigenen Körper. Ihre Schwester Anna, die seit Jahren kurz vor einem Zusammenbruch steht, scheint verschwunden – und die Frau, die sie so liebevoll pflegt, hat Silvie über Jahre als gefährliche Rivalin gesehen. Ivonne Keller gewährt die Autorin ihren Lesern einen Blick hinter die Fassaden gepflegter Reihenhaussiedlungen – dabei kommt so manche Leiche zum Vorschein. Ivonne Keller sagt über ihre Romane: „Mich fasziniert, was mit Menschen passiert, die kurz davor sind, auszuflippen.“ Katharina Rüd vom Stadtmarketing hat die Lesung gemeinsam mit der Gambacher Autorin Jule Heck organisiert. Es soll ein spannender Abend in einem beschaulichen Ambiente bei Kerzenschein, Prosecco und Salzgebäck werden.

Von der Löwenhülle zur Kissenhülle

Dienstag, den 27.November, 18.30 Uhr in den Räumen von „Zinnoberrot“, Lauterbach. Anmeldung: Telefon 06641/1869154. Teilnahmegebühr: 25 Euro

In Kooperation mit Soroptimist International (SI) Lauterbach-Vogelsberg bietet Cornelia Steiner von „Zinnoberrot“ einen Workshop an, in dessen Verlauf man sich unter Anleitung eine Kissenhülle aus Original-Woll-Elementen des Friedenslöwen nähen kann. Vier Wochen lang stand der Friedenslöwe im Zentrum des SI-Projektes „Nie wieder Krieg!“. Er war aus roten Woll-Elementen entstanden, gestrickt von 300 Menschen aus Europa, die das ursprüngliche Kriegs-Sieges-Denkmal des „Löwen“ am Berliner Platz Lauterbach in ein Symbol für Frieden, Freiheit, Toleranz, Weltoffenheit und Mitmenschlichkeit verwandelten. Es wird darum gebeten, wenn möglich, eine Nähmaschine mitzubringen.

Kofelgschroa im Alten Hallenbad

Freitag, 30. November, 19.30 Uhr, Theater Altes Hallenbad, Haagstraße 29, Friedberg. Abendkasse 25 Euro. Vorverkauf 22 Euro (Ticketshop, Buchhandlung Bindernagel, Ulenspiegel)

„Es gibt nix und niemanden, der klingt wie Kofelgschroa.“ Das bescheinigt der Musikkritiker der Frankfurter Allgemeinen dem Quartett aus Oberammergau. Die Band gehöre mit ihrem repetitiven Bayern-Krautrock, der ganz ohne perkussive Elemente auskommt, „zum Ergreifendsten, was die Popmusik der vergangenen Jahre hervorgebracht hat.“ Das Konzert ist die letzte Gelegenheit, Kofelgschroa live zu erleben. Die Band macht im nächsten Jahr eine Pause. Zwei Jungs haben sie schon verlassen, jetzt begleiten Maria Hafner und Theresa Loibl die Mitbegründer Maiximilan Paul Pongratz und Matthias Otto Meichelböck. Mit dem Instrumentarium einer halben Blaskapelle, ergänzt durch Orgel, Zither und Klanggeschepper, einem Sprachsog aus Dialekt und Hochdeutsch, mit unverstellten Blicken in die ungesehensten Alltagswinkel hat Kofelgschroa es geschafft, seinen ganz eigenen Kosmos in dieWelt hinauszutragen. Die Sprache ist markant, der ein- bis dreistmmige Gesang trifft sich oder auch nicht, die Mollakkorde korrigieren plötzlich das Überschäumende und Ausufernde, wo die Länge dem Song die Tiefe und die Qualität gibt. Texte werden gesprochen, gerufen, gesungen und dann gerne auch versetzt, zusammen oder im Kreis. Die Musik explodiert oder dreht Runden, in lange Schleifen versetzt, über- oder untereinander. Die Gruppe singt mal im Dialekt, aber nicht immer. Es gibt für sie keine Schublade, sie vereint Dadaistsch-Komisches, Minimalismus, Abgedrehtes und Verträumtes. Kofelgschroa – Geschrei vom Berge.

Die Muse berühmter Männer

Sonntag, 2. Dezember, 19.30 Uhr , in Friedberg, Altes Hallenbades, Haagstraße 29, Friedberg. Abendkasse: 18 Euro. Vorverkauf: 15 Euro (Ticketshop an der Burg, Ulenspiegel in der Wolfengasse, Buchhandlung Bindernagel Kaiserstraße.

Sie war eine der faszinierendsten Frauengestalten des frühen 20. Jahrhunderts: Alma Maria Werfel (Foto), die 1879 in Wien geboren wurde und 1964 in New York starb. Sie war schön, verwöhnt, hochbegabt und von magischer Anziehungskraft auf bedeutende Männer ihrer Zeit. Alma Werfel war die Geliebte des Malers Oskar Kokoschka, Ehefrau des Komponisten Gustav Mahler, des Architekten Walter Gropius und des Dichters Franz Werfel. Was sie mit ihnen und in den Salons ihrer Zeit erlebte, bringt die Theatercompagnie „Die Tagträumer“ auf die Bühne. Uta Eckhard und Inge Amodé schlüpfen unter der Regie von Veronika Brendel in die Rolle Alma Werfels und erzählen amüsante Geschichten. Die Mezzosopranistin Cornelia Haslbauer singt Lieder der Komponistin, am Klavier begleitet von Nadia Belneeva. Zu hören ist auch Musik von Gustav Mahler, Hugo Wolf, Alexander Zemlinsky und Richard Strauss.

Vorweihnachtliche Kunstausstellung

bis 22. Dezember,  Hofgalerie, Feldbergstr. 16, Wölfersheim-Södel

Inge Behrens mit Malerei, Helga Van Severin mit textilen Applikationen und Torsten Dienst mit Holzlichtern sind die drei Künstler, deren Werke bei der vorweihnachtlichen Kunstausstellung in der Hofgalerie in Södel zu sehen sind. Die Ausstellung ist vom 3. November bis 22. Dezember jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag, zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet. Die Eröffnung ist am 3. November um 15 Uhr.

Ausstellung zu Kapitulation und Novemberevolution

Bis 30. Juni 2019,  Wetterau-Museum, Haagstraße 16, 61169 Friedberg.

„Kapitulation – Zusammenbruch – Novemberrevolution. Friedberg und Friedberger im Ersten Weltkrieg. Eine Chronologie. Teil 4: 1917-1919“, ist das Thema des vierten Teils des Ausstellungsprojekts zum Ersten Weltkrieg. Der Blick richtet sich auf das letzte Kriegsjahr mit seinem allgegenwärtigen Mangel, die Kapitulation, den Zusammenbruch des Kaiserreiches, die Novemberrevolution 1918 und den demokratischen Neuanfang im Januar 1919. Was bedeutete der Erste Weltkrieg für die Menschen, die vor 100 Jahren in Friedberg lebten? Diese Fragestellung bildete Ausgangspunkt und roten Faden des vierjährigen Ausstellungsprojektes von Stadtarchiv Friedberg und Wetterau-Museum, das jetzt mit dem vierten Teil seinen Abschluss findet. Der letzte Teil zeigt ebenso wie die drei vorangegangenen Ausstellungen, wie massiv und einschneidend der im Bewusstsein der Deutschen lange „vergessene Krieg“ die Entwicklung der Stadt und das Leben ihrer Menschen auf Jahre hinaus prägte und veränderte. Die bewusste Perspektive auf die lokale Situation ermöglicht es, das globale Kriegsereignis mit der Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort in Verbindung zu bringen und anschaulich zu machen. Die reichhaltigen Sammlungen des Wetterau-Museums und des Stadtarchivs Friedberg vermitteln hierbei einen unmittelbaren Blick auf originale Zeugnisse dieser Zeit.In die Ausstellung integriert wird ein Zugang zu dem neuen Internetportal „Der Erste Weltkrieg im Spiegel hessischer Regionalzeitungen“, das einen direkten Zugriff auf die digitalisierten hessischen Zeitungen von 1914 bis 1918 ermöglicht. Hierbei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der hessischen Landesbibliotheken, der HeBIS Verbundzentrale und des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde.