Hin und Weg

Neujahrsempfang des Jugendstilvereins

Donnerstag, 24. Januar, 19 Uhr, Sprudelhof, Badehaus 7, Bad Nauheim

Großherzog Ernst Ludwig steht im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs des Jugendstilvereins Bad Nauheim. Nikolaus Heiss, Architekt und Koordinator Mathildenhöhe sowie Mitarbeiter des Welterbe-Antrags, wird einen Vortrag zum Thema „Darmstadt auf dem Weg zum Welterbe – Ernst Ludwig – Bad Nauheim – Darmstadt – Künstlerkolonie“. Das Gemälde zeigt Ernst Ludwig Karl Albrecht Wilhelm von Hessen und bei Rhein (1868 bis 1937), den letzten Großherzog von Hessen-Darmstadt.

Zukunftswerkstatt Wetterau-Museum

Donnerstag, 24. Januar, 18.30 Uhr, Wetterau-Museum, Haagstraße 16, Friedberg.

Zum zweiten Mal wird über die Zukunft des Wetterau-Museums beraten. Beim ersten Termin im Dezember wurden viele Ideen, Anregungen und zukunftsweisende Wege besprochen, berichtet Museumsleiter Johannes Kögler. Die Teilnehmer des zweiten Treffens erhalten einen kompakten Überblick über das bisher erarbeitete und bekommen einen Input über die aktuellen Rahmenbedingungen (Aufgaben, Finanzen, Personal usw.), kündigt er an. Die Teilnehmer könnten sich darauf konkret mit ihren Fragen, Schwerpunktsetzungen und Anregungen einbringen. Die Einladung richte sich an alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Institutionen, Gewerbetreibende, Nachbarn des Wetterau-Museums und Interessierte. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe fließen laut Kögler in den integrierten Stadtentwicklungsprozess (ISEK) der Stadt Friedberg (Hessen) ein und werden den politischen Gremien der Stadt vorgestellt.

Tagestour zur Mathildenhöhe

Sonntag, 10. Februar

Eine Tagestour nach Darmstadt organisiert der Jugendstilverein Bad Nauheim. Es geht auf die Mathildenhöhe und in die Ausstellung über das künstlerische Wirken von Großherzog Ernst Ludwig, seinen Einfluss als Förderer und Visionär. Beide Besichtigungen werden von sachkundigen Mitarbeitern der Mathildenhöhe begleitet. Die Ausstellung mit Exponaten aus der Hand von Ernst Ludwig ist nur noch bis zum 26. Februar zu sehen. Wer Näheres über den Ausflug erfahren möchte, wende sich an hannekremin@web.de. Das Foto zeigt die Mathildenhöhe. (Foto: Ikar.us/Wikipedia)

Obstbaumschnittkurs für Anfänger

Samstag, 23. Februar, 9 Uhr, Eingang der Frauenwaldschule, Frauenwaldstraße 10, Bad Nauheim. Anmeldung bis 13. Februar bei Mirko Franz, Telefon 06033 9722890 oder per E-Mail an m.franz@NABU-Bad-Nauheim.de)

Pflege und Schnitt hochstämmiger Obstbäume lehrt der Naturschutzbund (Nabu) Bad Nauheim in einem achtstündigen Kurs. Der Schwerpunkt liegt auf dem Schnitt jüngerer Obstbäume von der Pflanzung bis in die Ertragsphase. Der theoretische Teil ist vormittags in Räumen der Frauenwaldschule. Nach einer kurzen Mittagspause geht es dann zum praktischen Üben auf nahe gelegene Streuobstwiesen, die vom Nabu Bad Nauheim gepflegt werden. Der theoretische Teil beinhaltet unter anderem die Themen: Warum schneiden? Schnittzeitpunkt, Wuchsgesetze/ physiologische Grundlagen, Schnitttechnik, Werkzeuge, Unfallverhütung. Organisator und Referent des Schnittkurses ist Mirko Franz, Vorstandsmitglied des Nabu Bad Nauheim, selbstständiger Baumpfleger mit dem Schwerpunkt Obstbaumpflege und Gründer und Referent der Wetterauer Obstbaumschnittschule Mirko Franz. Der Veranstalter bittet darum, dem Wetter angepasste warme Kleidung (der praktische Teil findet auch bei widrigen Wetterbedingungen draußen auf der Streuobstwiese statt) anzuziehen und sich etwas zu essen für die kurze Mittagspause mitzubringen. Eigene Werkzeuge können zur Begutachtung ihrer Praxistauglichkeit und zum praktischen Üben mitgebracht werden.

SPD-Stammtisch in Bad Nauheim

Mittwoch, 23. Januar, 19 Uhr, Teichhaus, Nördlicher Park 16, Kurpark Bad Nauheim.

Einmal im Monat trifft sich die Bad Nauheimer SPD um über aktuelle Politik zu reden. „Dabei geht es gleichermaßen um bundespolitische, wie lokale Themen. Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit“, laden die Sozialdemokraten ein. Der Stammtisch richte sich gleichermaßen an Mitglieder, wie politisch interessierte Bürger.

Lohnen sich Photovoltaikanlagen noch?

Mittwoch, 23. Januar, 19 Uhr im Saal des Erika -Pitzer-Begegnungszentrums, Blücherstraße 23 in Bad Nauheim.

Bei steigenden Strompreisen lohnt sich für Privatleute noch immer die Installation von Photovoltaikanlagen auf dem Dach – das sagen die Experten Achim Parbel von der Mittelhessischen Energiegenossenschaf tund Dieter Berger vom Verein terra-solar bei ihrem Vortrag am 23. November in Bad Nauheim. Sinnvoll sei dabei der Einbau von Batteriespiechern. Berichtet wird über den Stand der Technik und über Handlungshinweise für Privatleute und Betriebe. Beim Vortrag geht es auch um die Möglichkeiten zur weiteren Nutzung alter Photovoltaikanlagen, deren Energielieferungsverträge nach 20 Jahren auslaufen. Kurt Miller vom Verein terra-solar: „Ein Faktencheck zeigt in allen Fällen, dass Investitionen in diesem nachhaltigen Bereich sich sofort reduzierend auf die eigenen Stromkosten auswirken.“

Mathias Herrmann liest Jack London

Samstag, 26. Januar, 19.30 Uhr, Buchhandlung Bindernagel, Wetzlarer Straße 25, 35510 Butzbach. Eintritt 14 Euro, Vorverkauf 12 Euro.

Bei dem Namen Jack London denken viele zuerst an seine berühmten Abenteuerromane und deren nicht minder berühmte Verfilmungen: Der Seewolf, Wolfsblut oder Der Ruf der Wildnis. Weniger bekannt sind seine literarisch hervorragenden Erzählungen, die Mathias Herrmann (Foto) an diesem Abend lebendig werden lässt. Die faszinierenden Geschichten kamen direkt aus dem eigenen Erleben des Autors: Der 1876 in San Francisco Geborene entflieht schon als Jugendlicher den ärmlichen Verhältnissen. Als Robbenjäger schifft er sich nach Japan ein, die USA durchquert er auf Zügen als blinder Passagier und, vom Goldrausch gepackt, macht er sich auf die beschwerliche Reise gen Norden. Mittellos kehrt London nach Kalifornien zurück und erlangt schnell Berühmtheit mit seinen Erzählungen vom harten Leben einfacher Menschen. Der Sozialist wird durch die Veröffentlichung seiner Romane, Reportagen und Artikelserien in sehr kurzer Zeit wohlhabend. Seit seiner Jugend alkoholkrank, stirbt Jack London bereits mit 40 Jahren auf seiner Farm in Kalifornien. Mathias Herrmann trat an führenden Theatern in Deutschland auf und wurde als Rechtsanwalt Dr. Voss in der Serie „Ein Fall für Zwei“ bekannt, dazu kommen zahlreiche Rollen in Fernsehen und Spielfilmen wie „John Rabe“ von Florian Gallenberger, Hörbücher und Lesungen.

Tagestour zur Mathildenhöhe

Sonntag, 10. Februar

Eine Tagestour nach Darmstadt organisiert der Jugendstilverein Bad Nauheim. Es geht auf die Mathildenhöhe und in die Ausstellung über das künstlerische Wirken von Großherzog Ernst Ludwig, seinen Einfluss als Förderer und Visionär. Beide Besichtigungen werden von sachkundigen Mitarbeitern der Mathildenhöhe begleitet. Die Ausstellung mit Exponaten aus der Hand von Ernst Ludwig ist nur noch bis zum 26. Februar zu sehen. Wer Näheres über den Ausflug erfahren möchte, wende sich an hannekremin@web.de. Das Foto zeigt die Mathildenhöhe. (Foto: Ikar.us/Wikipedia)

Jürgen Crombach stellt in Gießen aus

bis Ende Februar, erste Etage des Gebäudes F der Kreisverwaltung am Riversplatz in Gießen zu den üblichen Öffnungszeiten

Natur und Portraits, kräftige Farben und zarte Pastelltöne, Motive, die in ihrer Präzision fast fotografisch anmuten: Eine breite Vielfalt umfasst die Bilderausstellung von Jürgen Crombach aus Biebertal, die die Landrätin des Kreises Gießen, Anita Schneider, eröffnet hat. „Kunst muss nicht immer in Museen ihren Platz haben. Sie sollte auch dort sichtbar sein, wo Menschen im Alltag hinkommen“, sagte die Landrätin laut einer Pressemitteilung des Landkreises. Sie habe während der Vernissage die große Kreativität von Jürgen Crombach gewürdigt. Der Biebertaler malt und zeichnet bereits seit seiner Kindheit, eignete sich autodidaktisch weitere Fertigkeiten und Techniken an und brachte seine Kreativität auch in seine jahrelange berufliche Tätigkeit als Werbeleiter bei Schunk ein, wo er maßgeblich an der Gestaltung des Schunk-Kalenders beteiligt war. Jürgen Crombach selbst sieht sich mehr als Handwerker denn als Künstler: „Ich bin ein handwerklicher Maler, der sich an verschiedenen Dingen versucht.“ Bilder in Öl, Acryl, Pastell und Aquarell entstehen in seinem Atelier. Besonders das gegenständliche Malen hat es ihm angetan, aber auch abstrakte, farbenstarke Werke auf Leinwand hat er schon geschaffen und sich an ungezählten Ausstellungen beteiligt, auch weit über Mittelhessen hinaus. Das Foto zeigt die Landrätin zusammen mit Jürgen Crombach bei der Eröffnung der Ausstellung. Künstler, die Interesse an einer Präsentation ihrer Werke in der Kreisverwaltung haben, können sich bei Charmaine Berg melden,
Tel. (0641) 9390-1536, Charmaine.Berg@lkgi.de

Ausstellung „Wo gibt’s denn hier Vulkane?“

bis 22. Februar, Kreishaus, Gebäude B, erstes Obergeschoss, Friedberg. Öffnungszeiten montags bis mittwochs 7.30 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 12:30 Uhr

Mehr als 30 großformatige Fotografien gibt es in der Ausstellung „Wo gibt’s denn hier Vulkane?“ zu sehen. Sie zeigen die Orte in der Region, wo die vulkanische Vergangenheit noch erkennbar ist. „Der Vogelsberg ist vor 15 Millionen Jahren erloschen. Dennoch kann man mit einem geübten Blick die vulkanische Vergangenheit der Region erkennen“, sagte Landrat Jan Weckler bei der Eröffnung der Ausstellung. Felsen, ehemalige und noch aktive Steinbrüche, Bergkuppen, eine kleine Baugrube und ein historischer Keller, Geotope, die unterschiedliche Aspekte des Vulkanismus zeigen. Sie liegen in den vier Landkreisen Wetterau, Vogelsberg, Gießen und Main-Kinzig, über die sich der Vogelsberg naturräumlich zieht. „Wir haben der Ausstellung den Untertitel „Spurensuche im Vogelsberg“ gegeben. Damit wollen wir deutlich machen, dass es nicht immer einfach ist, die Zeugnisse der Erdgeschichte zu erschließen“, sagt Kerstin Bär, Mitglied der Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG). Die Bilder sind während Exkursionen entstanden. Keines der Bilder wurde in größerem Umfang nachbearbeitet. „Sie liefern authentische Blicke auf und in den Vogelsberg“, erläutert Kerstin Bär. Den Bildern sind in der Ausstellung keine weiteren Notizen beigefügt, sie sprechen für sich allein. Wer aber mehr wissen will, findet Informationen in einem Begleitheftes, in dem jedes Bild einzeln erläutert ist. Die Ausstellung ist in mehrere Kapitel unterteilt, von Lavaströmen über Schlote bis hin zu verschiedenen Arten explosiver Ausbrüche von Vulkanen. Beschreibungen und Bilder aus heute noch aktiven Vulkangebieten leiten jedes Kapitel ein, sodass sich Vergleiche mit dem Vogelsberg ziehen lassen. Damit bietet das Begleitheft auch vielfältige Informationen über den Vogelsberg und eine inhaltliche Ebene, die bei einfachen Stimmungsbildern fehlt.

Benefizkonzert der Vienna Brass Connection

Sonntag, 17. März, 17 Uhr, Alte Oper, Opernplatz 1, 60313 Frankfurt. Eintritt: 32, 38, 48 oder 55 Euro, Vorverkauf: Pro Arte-Kartenbüro, montags bis freitags von 9.30 bis 17 Uhr, Telefon: 069 / 97 12 400. Postalisch: Pro Arte Frankfurter Konzertdirektion, GmbH & Co. KG, Postfach 160162, 60064 Frankfurt a. M.

Zugunsten der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Landesverband Hessen lädt die Frankfurter Konzertdirektion Prp Arte zu einem Benefizkonzert in die Alte Oper. Die Vienna Brass Connection garantiert dann ein einzigartiges Musikerlebnis. Das Benefizkonzert ist zugleich das Deutschland-Debüt der Wiener Spitzentruppe, die sich aus Musikern verschiedener Top-Orchester zusammensetzt. 17 Blechbläser und drei Schlagwerker aus Österreich haben sich in einem einzigartigenEnsemble zusammengefunden: der Vienna Brass Connection, die endlich in Deutschland zu erleben sein wird. Eigentlich sind sie alle Musiker in Toporchestern – bei den Wiener Philharmonikern, an der Wiener Staatsoper, der Wiener Volksoper oder beim Mozarteumorchester Salzburg –, doch ihr musikalisches Interesse ist vielseitig und kennt keine Grenzen. Gemeinsam bilden sie einen dynamischen Klangkörper, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Musik wie Menschen weltoffen, vorurteilsfrei, unvoreingenommen und aufgeschlossen zu begegnen und Grenzen (vor allem in den Köpfen) zu überwinden. Auf dem Programm des Frankfurter Konzerts stehen unter anderem Werke von Giacomo Puccini, Richard Strauss, John Williams und vielen anderen Komponisten. Besucher können die Arbeit der DMSG Hessen mit einer zusätzlichen Spende unterstützen. Das Spendenkonto ist wie folgt: Frankfurter Sparkasse, IBAN: DE55 5005 0201 0000 8558 55 mit Angabe des Verwendungszwecks „Alte Oper 2019“ und der Adresse des Spenders. Eine Zuwendungsbestätigung für das Finanzamt erhalten die Spender unaufgefordert.

Ausstellung der Schottener Sozialen Dienste

bis 31. März, Foyer des Kreishauses, Europaplatz, Friedberg

Tierisch bunt geht es im Foyer des Friedberger Kreishauses zu. Eine Ausstellung mit Werken von Künstlern aus der Kunstwerkstatt der Schottener Sozialen Dienste ist dort zu sehen. Im „Atelier Tierisch Bunt“ der Schottener Sozialen Dienste arbeiten Menschen mit Handicap künstlerisch und kreativ. Mit der Ausstellung „Wundersame Wandlungen“ wird ein kleiner Einblick in die künstlerische Entfaltung und das kreative Schaffen der Werkstattmitarbeiter geboten. „Wir verwenden alltägliche Gebrauchsgegenstände wie Zeitung und Pappkartons, Luftballons oder alte Stühle, die in farbenprächtige Kunstwerke verwandelt werden“, sagt Elke Thiele, die das Projekt im Tier- und Erlebnispark Vogelpark Schotten leitet. Gezeigt werden in sechs Vitrinen Tiere und Menschen aus Pappmaché, die aber entsprechend dem Titel der Ausstellung „wundersame Verwandlungen“ erlebt haben. Da bekommt eine Giraffe das Muster eines Gepards, allerdings mit bunten Flecken. Eine Kuh erinnert an ein Zebra, und ein Mäuserich mit Schwimmreifen und Ringelbadeanzug bekommt die Watschelfüße einer Ente. Ramona Helm hat einen Hund bemalt, der zuvor von Marco Battista geformt wurde. „Es gibt Figuren, da fällt mir sofort ein, wie ich sie bemalen werde, wie sie auszusehen haben“, sagt die Künstlerin, die schon seit vielen Jahren in der Kunstwerkstatt tätig ist. Marco Battistas

Spezialität ist das Formen von Figuren, am liebsten Comic-Figuren, und hier sind die Simpsons sein Lieblingsmotiv. Sein Star ist der etwas schusselige, aber doch liebenswerte Homer Simpson. Etwas ganz besonderes macht Tufan Alizada. Er hat sich auf die Werke alter Meister spezialisiert, denen er ein etwas anderes Aussehen verleiht. Die Kunstwerke sind auch käuflich zu erwerben. „Auch wenn wir das mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen“, sagt Ramona Helm. „Einerseits trennen wir uns nicht so gerne von unseren Kunstwerken, andererseits ist es das schönste Geschenk, das man einem Künstler machen kann, wenn man ein solches Werk mit nach Hause nehmen möchte. Das gibt uns Selbstbestätigung und Selbstvertrauen, denn jeder Mensch hat doch seine Talente, die ihre Anerkennung brauchen.“ Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch, die die Ausstellung eröffnete, sagt: „Mir ist es wichtig, die Arbeit von Menschen mit Behinderung in einem solchen Rahmen zu zeigen und damit auch ein Stück Anerkennung zu geben.“ Das Bild zeigt Bild Becker-Bösch (Bildmitte) mit Elke Thiele (sitzend) und (vonlinks) Tufan Alizada, Ramona Helm und Marco Battista.

Münzenberger Frühlingsmarkt

Sonntag, 7. April 2019, 11 bis 18 Uhr, Burgweg, Münzenberg.

Es gibt eine Neuauflage des ursprünglich „Gambacher Frühlingsmarktes“ genannten Marktes für Kreatives und Kunsthandwerk, der vor vier Jahren von Jutta Heck und Diana Willaschek ins Leben gerufen worden war. Markt wird nun von der Stadt Münzenberg mit veranstaltet. Zwei Änderungen gibt es dadurch: Der Markt wird zum Frühlingsmarkt der Stadt Münzenberg und wird abwechselnd in den vier Stadtteilen ausgerichtet. Ferner findet er unter freiem Himmel statt. Nur bei ganz extremen Wetterlagen wird er in eines der Kultur- oder Bürgerhäuser ausweichen. In diesem Jahr sollen im Münzenberger Burgweg zahlreiche Aussteller mit kreativen Eigenkreationen, Direktvermarkter, Hobbykünstler und Vereine eine Plattform finden. Thematisch gibt es keine Beschränkungen. Neben den Verkaufsständen wird es auch Angebote für Kinder geben. Darüber hinaus sollen Autorenlesungen und ein insgesamt buntes Rahmenprogramm geboten werden. Die Eisenbahnfreunde Wetterau bieten an diesem Tag die erste Fahrt des Jahres mit dem Museumszug an und die Burg hat ihre Pforten wieder für Besucher geöffnet.

Kunst von Menschen mit Handicap

bis 28. Juni, Kreishaus, Gebäude B, 3. Obergeschoss, Europaplatz, Friedberg. Öffnungszeiten: montags bis mittwochs 7.30 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr, freitags bis 12.30 Uhr

Eine Ausstellung mit Bildern von Künstlerinnen und Künstlern mit Handicap ist im Friedberger Kreishaus zu sehen. Gezeigt werden Bilder, die in der Kunstwerkstatt der Behindertenhilfe Wetterau in Friedberg-Ockstadt entstanden sind. „Ich habe die Kunstwerke schon bei meinen Besuchen in den Räumen der Behindertenhilfe gesehen und wollte sie gerne einer breiteren Öffentlichkeit hier bei uns im Friedberger Kreishaus zugänglich machen“, sagte die Wetterauer Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch bei der Ausstellungseröffnung. Die Bilder wurden von Menschen mit geistigen und mehrfachen Beeinträchtigungen gemalt, die sich regelmäßig in der Kunstwerkstatt, im Treffpunkt Friedberg, zusammenfinden, um ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. Die Ideen für die Bilder entstammen Märchen und Geschichten, sind aber auch nach einem Spaziergang durch den Garten entstanden. „Man muss sich ein wenig Zeit lassen, um sich auf die Bilder einzulassen. Lichtkomposition und Farbverteilung zeugen von einem hohen kreativen Potenzial und lassen beim Betrachten der Bilder die Gedanken schnell auf Wanderschaft gehen. Ein Dschungel, in dem sich

wilde Tiere verstecken, ein Kolibri, der an Werke von Marc Chagall erinnert oder auch geometrische Figuren, die scheinbar zunehmend in Unordnung geraten. Schön ist auch die Idee der Weihnachtsgans, die nach dem Rupfen dem Kochtopf entkommen ist und deshalb mit einem Strickpullover versorgt wurde“, heißt es in einer Pressemitteilung des Wetteraukreises. Kursleiterin Olga Petrova kommt zweimal in der Woche für jeweils fünf Stunden nach Friedberg. „Ich möchte, dass sich die Schüler beim Malen frei fühlen. Aus einem weißen Blatt Papier entsteht ein Bild. Wo vorher die Angst war, nicht malen zu können, entsteht etwas und das gibt den Kursteilnehmern ein in der Mitte: Stephanie Becker-Bösch. Rechts in der mittleren Reihe: Susanne Köhler (Leitung Veranstaltungsmanagement bei der Behindertenhilfe Wetterau), Olga Petrova (Kursleiterin) und BHW Geschäftsführerin Eva Reichert.

Ausstellung zu Kapitulation und Novemberevolution

Bis 30. Juni 2019,  Wetterau-Museum, Haagstraße 16, 61169 Friedberg.

„Kapitulation – Zusammenbruch – Novemberrevolution. Friedberg und Friedberger im Ersten Weltkrieg. Eine Chronologie. Teil 4: 1917-1919“, ist das Thema des vierten Teils des Ausstellungsprojekts zum Ersten Weltkrieg. Der Blick richtet sich auf das letzte Kriegsjahr mit seinem allgegenwärtigen Mangel, die Kapitulation, den Zusammenbruch des Kaiserreiches, die Novemberrevolution 1918 und den demokratischen Neuanfang im Januar 1919. Was bedeutete der Erste Weltkrieg für die Menschen, die vor 100 Jahren in Friedberg lebten? Diese Fragestellung bildete Ausgangspunkt und roten Faden des vierjährigen Ausstellungsprojektes von Stadtarchiv Friedberg und Wetterau-Museum, das jetzt mit dem vierten Teil seinen Abschluss findet. Der letzte Teil zeigt ebenso wie die drei vorangegangenen Ausstellungen, wie massiv und einschneidend der im Bewusstsein der Deutschen lange „vergessene Krieg“ die Entwicklung der Stadt und das Leben ihrer Menschen auf Jahre hinaus prägte und veränderte. Die bewusste Perspektive auf die lokale Situation ermöglicht es, das globale Kriegsereignis mit der Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort in Verbindung zu bringen und anschaulich zu machen. Die reichhaltigen Sammlungen des Wetterau-Museums und des Stadtarchivs Friedberg vermitteln hierbei einen unmittelbaren Blick auf originale Zeugnisse dieser Zeit.In die Ausstellung integriert wird ein Zugang zu dem neuen Internetportal „Der Erste Weltkrieg im Spiegel hessischer Regionalzeitungen“, das einen direkten Zugriff auf die digitalisierten hessischen Zeitungen von 1914 bis 1918 ermöglicht. Hierbei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der hessischen Landesbibliotheken, der HeBIS Verbundzentrale und des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde