Hin und Weg

Führung über Gegenwartskunst im Städel

Donnerstag, 21. März, 18 Uhr, Eingang des Städel, Schaumainkai 63, Frankfurt. Anreise und Eintritt werden selbst bezahlt, die Führung ist kostenlos. Telefonische Anmeldung erbeten unter Tel. 0151 573 473 59 oder per E-Mail an hallo@spd-badvilbel.de

Die SPD Bad Vilbel setzt die Reihe ihrer Führungen durch interessante Ausstellungen in der Rhein-Main-Region fort. Nicht die aktuelle Ausstellung über Tizian, sondern Gegenwartskunst und neue Methoden der Kunstvermittlung stehen dabei im Mittelpunkt. Katja Meiner, Museumspädagogin und SPD-Ortsbeiratsmitglied Kernstadt, wird erneut die Führung übernehmen und verspricht ein „Überraschungspaket“.
Aufgrund des starken Andrangs zur Tizian-Ausstellung kann es an den Kassen zu Verzögerungen kommen.

Führung in der Phantastischen Bibliothek

Samstag, 23. März, 11 bis 12.30 Uhr, Phantastische Bibliothek, Turmstraße 20, Wetzlar. Eintritt frei. Anmeldung unter 06441-4001-40

In die Bücherwelt der Phantastischen Bibliothek kann bei dieser Führung eingetaucht werden. Als weltweit größte öffentlich zugängliche Sammlung phantastischer Literatur hat dieser außergewöhnliche Ort gleich mehrere Funktionen: Er dient Wissenschaftlern mit dem 300.000 Titeln umfassenden Fundus als wertvoller Ort für Recherche und Inspiration; er lädt Kinder in kunterbunt gestaltete und zum Spielen wie zum Lesen anregende Räumen ein, um dort Rittern, Drachen, Gespenstern und vielen mehr auf die Spur zu kommen; nicht zuletzt aber ist die Phantastische Bibliothek Wetzlar aber auch ein leser- und nutzerfreundlicher Ort, an dem nicht nur Märchen und Mythen, sowie Werke der Fantasy und Science Fiction kostenfrei gelesen und ausgeliehen werden können, sondern auch literarisch anspruchsvolle Klassiker der Phantastik, wie sie etwa von Shakespeare und Goethe vorliegen. Die Dauer der Führung beträgt 45 Minuten, im Anschluss haben alle Besucher die Gelegenheit, die Bibliothek auf eigene Faust zu erkunden und im Rahmen der Stöberzeit auch Bücher auszuleihen.

Hans Kammerlander berichtet

Alpinisten-Vortrag mit Bildern, Mehrzweckhalle Neuenstein-Obergeis bei Bad Hersfeld, Sonntag, 24. März, 17 Uhr. Eintritt 15 Euro.

Hans Kammerlander (links) bei einer Begegnung am Manaslu in Nepal

Der Südtiroler Hans Kammerlander ist sowohl als Extrembergsteiger als auch als Ski-Abfahrer auf den höchsten Gipfeln der Welt unterwegs. Der SC Neuenstein hat ihn auf Vermittlung der Paralympics-Goldmedaillengewinnerin Reinhild Möller zu einem Besuch in Nordhessen eingeladen. Mit Fotos und Filmsequenzen wird er von seinen Bergabenteuern berichten. Schon ab 16 Uhr gibt es in der Mehrzweckhalle Kaffee und Kuchen. Im Begleitprogramm tritt der Trompeter Kurt Zeuka aus Wolfsburg auf.

Stammtisch der SPD

Mittwoch, 27. März, 19 Uhr, Restaurant „Teichhaus“, Nördlicher Park 16, Kurpark Bad Nauheim.

Bei ihrem monatlichen Stammtisch spricht die SPD Bad Nauheim über aktuelle Politik. „Dabei geht es gleichermaßen um bundespolitische, wie lokale Themen. Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit“, wirbt sie in einer Pressemitteilung. Der Stammtisch richte sich gleichermaßen an Mitglieder, wie politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Vortrag über Antisemitismus an Schulen

Mittwoch, 27. März, 19 Uhr , Haus der Begegnung, Marktplatz 2, Bad Vilbel

Die SPD und die Jüdische Gemeinde Bad Vilbels laden zu einem Vortrag ein, der zeigt, wie man Antisemitismus an Schulen wirksam begegnet. Gastrednerin ist Prof. Dr. Julia Bernstein von der Frankfurt University of Applied Sciences. Sie hat in einer Studie den zunehmenden Antisemitismus an deutschen Schulen untersucht. Wiederholte Angriffe auf jüdische Kinder und Jugendliche zeigten, dass es an vielen deutschen Schulen ein Problem gibt. „Du Jude“ ist 73 Jahre nach dem Holocaust ein auf Pausenhöfen und in Klassenzimmern häufig benutztes Schimpfwort. Zudem herrscht in den Lehrerzimmern häufig Unwissen über Antisemitismus unter Schülerinnen und Schülern vor – oder das Thema wird bagatellisiert, manchmal sogar toleriert. In ihrem Vortrag wird Prof. Julia Bernstein die damit verbunden Herausforderungen analysieren und Lösungsansätze auch für Lehrerinnen und Lehrer aufzeigen.

Filmmatinee mit Regisseurin Caroline Link

Sonntag, 31. März, 11 Uhr, Capitol Filmtheater, Rossbrunnenstraße 3
35510 Butzbach. Eintritt inklusive Sektempfang und Häppchen: 22 Euro. Karten können unter der E-Mail Adresse: centennial.zonta.badnauheim-friedberg@web.de reserviert werden. Durch Überweisung auf das Konto des Zonta Clubs Bad Nauheim-Friedberg (unter Angabe des Namens und dem Stichwort „Filmmatinee“; IBAN: DE 11 5139 0000 0084 7155 06, Volksbank Mittelhessen) werden die Karten verbindlich reserviert und können zu Beginn der Veranstaltung an der Tageskasse abgeholt werden.

Zu einem ganz besonderen Event lädt der Zonta Club Bad Nauheim-Friedberg ins Capitol Filmtheater in Butzbach ein: zu einer Matinee des Films „Der Junge muss an die frische Luft“ mit der oscarprämierten Regisseurin Caroline Link als Ehrengast. Das Interview führt die Journalistin und Moderatorin Hedwig Rohde. Caroline Link kommt aus Bad Nauheim. Sie studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und arbeitet seither als Regisseurin und Drehbuchautorin. Für ihren Film „Nirgendwo in Afrika“ erhielt sie 2003 den Oscar. Weihnachten 2018 startete ihr neuer Film „Der Junge muss an die frische Luft“, in dem Caroline Link die Kindheitserinnerungen von Hape Kerkeling nach dessen

2014 erschienener Autobiografie filmisch umgesetzt hat. Die Matinee beginnt mit einem Sektempfang und Häppchen (im Preis inkludiert). Einlass und Ausgabe der bestellten Kinokarten ist ab 10.30 Uhr, zudem können von Caroline Link signierte Filmplakate erworben werden. Die Regisseurin wird zu einem zirka halbstündigen Interview zum Thema Frauen und Film zur Verfügung stehen. Anschließend folgt die Filmvorführung. Wer Caroline Link eine Frage stellen möchte, kann diese bis spätestens 20. März 2019 per e-mail senden an: praesidentin@zonta-badnauheim-friedberg.de. Aus den eingegangenen Fragen werden vor der Veranstaltung drei Fragen gezogen und in das Interview eingearbeitet. Mit dem Reinerlös unterstützt der Zonta Club Bad Nauheim-Friedberg das Projekt von Zonta International zur Beendigung von Kinderehen.

Zu den Römern auf der „Alteburg“

Sonntag, 31. März, 14 Uhr. Treffpunkt: Parkplatz am Festgelände bei den Limestafeln an der Landstraße L3273 bei Idstein-Heftrich. Unkostenbeitrag: Erwachsene 8 Euro, Kinder zwischen 7 bis 12 Jahre 3 Euro, vergünstigte Familienkarten.

Die Limes Cicerones – Gästebegleiter am Welterbe „LIMES“ – laden ein zur Führung auf dem Areal des ehemaligen römischen Kastelldorfs bei Idstein-Heftrich, heute besser bekantt als das Gelände des Alteburger Marktes. Auf unterhaltsame Weise kann dem Alltag in der Antike nachgespürt werden, der durch Orginalfunde und Repliken der Römer- und Germanenzeit veranschaulicht wird. Schwerpunkt der Führung wird das Leben und der Handel in einem römischen Kastelldorf sein. Lea, die weitgereiste Händlerin, und Ursus Treverus, der römische Soldat, nehmen ihre Gäste mit auf einen Spaziergang ins 3. Jahrhundert nach Christus. Dauer der Führung dauert etwa eineinhalb Stunden. Der Witterung angemessene Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen.

Ausstellung der Schottener Sozialen Dienste

bis 31. März, Foyer des Kreishauses, Europaplatz, Friedberg

Tierisch bunt geht es im Foyer des Friedberger Kreishauses zu. Eine Ausstellung mit Werken von Künstlern aus der Kunstwerkstatt der Schottener Sozialen Dienste ist dort zu sehen. Im „Atelier Tierisch Bunt“ der Schottener Sozialen Dienste arbeiten Menschen mit Handicap künstlerisch und kreativ. Mit der Ausstellung „Wundersame Wandlungen“ wird ein kleiner Einblick in die künstlerische Entfaltung und das kreative Schaffen der Werkstattmitarbeiter geboten. „Wir verwenden alltägliche Gebrauchsgegenstände wie Zeitung und Pappkartons, Luftballons oder alte Stühle, die in farbenprächtige Kunstwerke verwandelt werden“, sagt Elke Thiele, die das Projekt im Tier- und Erlebnispark Vogelpark Schotten leitet. Gezeigt werden in sechs Vitrinen Tiere und Menschen aus Pappmaché, die aber entsprechend dem Titel der Ausstellung „wundersame Verwandlungen“ erlebt haben. Da bekommt eine Giraffe das Muster eines Gepards, allerdings mit bunten Flecken. Eine Kuh erinnert an ein Zebra, und ein Mäuserich mit Schwimmreifen und Ringelbadeanzug bekommt die Watschelfüße einer Ente. Ramona Helm hat einen Hund bemalt, der zuvor von Marco Battista geformt wurde. „Es gibt Figuren, da fällt mir sofort ein, wie ich sie bemalen werde, wie sie auszusehen haben“, sagt die Künstlerin, die schon seit vielen Jahren in der Kunstwerkstatt tätig ist. Marco Battistas

Spezialität ist das Formen von Figuren, am liebsten Comic-Figuren, und hier sind die Simpsons sein Lieblingsmotiv. Sein Star ist der etwas schusselige, aber doch liebenswerte Homer Simpson. Etwas ganz besonderes macht Tufan Alizada. Er hat sich auf die Werke alter Meister spezialisiert, denen er ein etwas anderes Aussehen verleiht. Die Kunstwerke sind auch käuflich zu erwerben. „Auch wenn wir das mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen“, sagt Ramona Helm. „Einerseits trennen wir uns nicht so gerne von unseren Kunstwerken, andererseits ist es das schönste Geschenk, das man einem Künstler machen kann, wenn man ein solches Werk mit nach Hause nehmen möchte. Das gibt uns Selbstbestätigung und Selbstvertrauen, denn jeder Mensch hat doch seine Talente, die ihre Anerkennung brauchen.“ Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch, die die Ausstellung eröffnete, sagt: „Mir ist es wichtig, die Arbeit von Menschen mit Behinderung in einem solchen Rahmen zu zeigen und damit auch ein Stück Anerkennung zu geben.“ Das Bild zeigt Bild Becker-Bösch (Bildmitte) mit Elke Thiele (sitzend) und (vonlinks) Tufan Alizada, Ramona Helm und Marco Battista.

Cynthia Nickschas in Friedberg

Freitag, 5. April, 19.30 Uhr im Theater Altes Hallenbad in Friedberg, Haagstraße 29. Eintritt zehn Euro im Vorverkauf, 14 Euro an der Abendkasse.

Zu einem Wikipedia-Eintrag hat es die 31-jährige Cynthia Nickschas längst gebracht. Die in Tuttlingen geborene Tochter einer Klavierlehrerin und eines Gitarrenlehrers ist seit langem als Songschreiberin, Sängerin und Gitarristin aktiv. Nach turbulenten Jahren als Straßenmusikerin hat Konstantin Wecker die junge Frau unter Vertrag genommen. Sie war mit ihm, mit Clueso und Felix Meyer auf der Bühne und hat gerade ihr zweites Album „Egoschwein“ veröffentlicht. Mit ihren Bandmigliedern Stefan Janzik, Christoph Wegener, Mario Hühn und Christian Zerban lebt sie in einer Wohngemeinschaft in Bonn. Das Friedberger Konzert wird Nicky von Wild eröffnen – zu ihrem Repertoire gehören Folk-Coverversionen , unter anderem von Joaen Baez, Bob Dylan, Hannes Wader, Konstantin Wecker und Sarah Lesch.

Dritter Frühlingsmarkt in Münzenberg

Sonntag, 7. April, 11-18 Uhr, Burgweg bis Hattsteiner Hof, Münzenberg

Der Frühlingsmarkt wird erstmals von der Stadt Münzenberg in Zusammenarbeit mit Jutta Heck organisiert. Jutta Heck hatte vor mehreren Jahren mit einer Freundin diesen Markt ins Leben gerufen. Im vergangenen Jahr hatte sie dann bei der Stadt zwecks einer Kooperation angefragt. Daraus hat sich ergeben, dass der Frühlingsmarkt 2019 in erweiterter Form und im Außenbereich unterhalb der allseits bekannten Stauferburg Münzenberg, stattfinden wird. Ab 11.00 Uhr werden nicht nur Privatpersonen selbstgefertigtes Kunsthandwerk anbieten, auch Gewerbetreibende sind mit von der Partie, die neben ihrer Ware auch ihr Handwerk präsentieren. Die Angebotspalette der Aussteller reicht von Handarbeiten aller Art, Alltagsgegenständen aus Holz, Kleinmöbeln, Gläsern, Vasen, Steinkollagen und Schmuck über Bücher, Laubsägearbeiten sowie Gewürze, Marmeladen, Honig, Käse und Rindersalami. Außerdem werden natürlich vor allem auch Oster- und Frühlingsdekorationen sowie Blumen angeboten. Zudem gibt es Vorführungen im Stuhlflechten, Angebote zum Basteln und verschiedene Mitmachaktivitäten für Kinder. Auf einer Bühne sind Auftritte der Tanzgruppe Magic Colours Juniors und Lesungen von verschiedenen heimischen Autoren geplant. Ein weiteres Highlight für die Kleinen wird das Kinderkarussell sein, für das Münzenbergs Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer Chips verteilen wird. Auch die kulinarischen Genüsse kommen nicht zu kurz: Während das Burghotel seinen Biergarten öffnet, gibt es verschiedene Imbissstände, wo jeder seinen Hunger stillen kann. Der Elternbeirat des Kindergartens Taubenhaus bietet zudem Waffeln und Kaffee an. Andre Stranz aus Gambach wird erstmals mit seinem „Oldtimer“ Verkaufswagen anwesend sein und verschiedene Produkte aus Äpfeln, belegte Brote und Hessentapas anbieten. Das Ganze wird zudem von den Wetterauer Eisenbahnfreunden beworben, die just an diesem Tag die erste öffentliche Ausfahrt mit der Dampflok von Bad Nauheim nach Münzenberg und zurück unternehmen. Geplant ist ein Pendelservice vom Bahnhof in den Burgweg und retour für Personen, die nicht so gut zu Fuß sind. Auch die Burg hat an diesem Tag für Publikum geöffnet und bietet neben den regulären Burgführungen um 13.30 Uhr auch erstmals eine Familienführung an. Bei schlechtem Wetter wird der Markt kurzfristig in das Kulturhaus des Stadtteils Trais-Münzenberg verlegt. Dort wird der Außenbereich mitgenutzt.

Mitgliederausstellung des Kunstvereins

bis 22. April 2019, Galerie in der Trinkkuranlage, Bad Nauheim. Vernissage Freitag, 15. März, 19 Uhr, Öffnungszeiten Samstag, 16. März, bis 22. April, dienstags bis freitags 14 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und feiertags 11 bis 18 Uhr, Event während der Ausstellung: „Lesekur und Romantherapie“ anlässlich der Ernst-Ludwig-Buchmesse, 23. März, 19 Uhr, Eintritt: 12 Euro.

Der Kunstverein Bad Nauheim e.V. bietet seinen Mitgliedern eine ganz besondere Plattform: Mit dem Format [inside.art] hat er den Rahmen geschaffen, um die aktuellen Arbeiten der kunstschaffenden Vereinsmitglieder dem interessierten Publikum vorzustellen. 37 Mitglieder haben in diesem Jahr ihre Werke angemeldet und diese dem Juryteam zur Auswahl übergeben. Neben Arbeiten langjähriger Mitglieder freut sich die Jury, bestehend aus der 2. Vorsitzenden des Vereins, Karin Merchel, der Kunstlehrerin Helga Tillmann-Eiffler und dem ehemaligen Kulturamtsleiter Johannes Lenz, auf zahlreiche Arbeiten neuer Mitglieder. „Wir können auch in diesem Jahr das Publikum überraschen“, freut sich das Jury-Team nach der Auswahl der rund 84 Werke. Der im vergangenen Jahr neu formierte Vorstand hat den Abwärtstrend in den Mitgliederzahlen gestoppt und konnte seitdem viele neue Mitglieder gewinnen. „Das macht sich nun auch in der Mitgliederausstellung bemerkbar,“ schreibt der Kunstverein in einer Pressemitteilung. So sei es ein Leichtes gewesen, die künstlerische Vielfalt zu kuratieren. Die Vernissage zur Ausstellung wird zum einen zur Plattform, auf der sich Künstlerinnen und Künstler interessierten Besuchern präsentieren, zum anderen zum Vereinsfest, auf dem Mitglieder ihre Kunst feiern. Gemeinsam mit dem 1. Stadtrat Peter Krank werden die beiden Vorstandsvorsitzenden, Jens Arnold und Karin Merchel, die Ausstellung eröffnen.

Kunst von Menschen mit Handicap

bis 28. Juni, Kreishaus, Gebäude B, 3. Obergeschoss, Europaplatz, Friedberg. Öffnungszeiten: montags bis mittwochs 7.30 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr, freitags bis 12.30 Uhr

Eine Ausstellung mit Bildern von Künstlerinnen und Künstlern mit Handicap ist im Friedberger Kreishaus zu sehen. Gezeigt werden Bilder, die in der Kunstwerkstatt der Behindertenhilfe Wetterau in Friedberg-Ockstadt entstanden sind. „Ich habe die Kunstwerke schon bei meinen Besuchen in den Räumen der Behindertenhilfe gesehen und wollte sie gerne einer breiteren Öffentlichkeit hier bei uns im Friedberger Kreishaus zugänglich machen“, sagte die Wetterauer Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch bei der Ausstellungseröffnung. Die Bilder wurden von Menschen mit geistigen und mehrfachen Beeinträchtigungen gemalt, die sich regelmäßig in der Kunstwerkstatt, im Treffpunkt Friedberg, zusammenfinden, um ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. Die Ideen für die Bilder entstammen Märchen und Geschichten, sind aber auch nach einem Spaziergang durch den Garten entstanden. „Man muss sich ein wenig Zeit lassen, um sich auf die Bilder einzulassen. Lichtkomposition und Farbverteilung zeugen von einem hohen kreativen Potenzial und lassen beim Betrachten der Bilder die Gedanken schnell auf Wanderschaft gehen. Ein Dschungel, in dem sich

wilde Tiere verstecken, ein Kolibri, der an Werke von Marc Chagall erinnert oder auch geometrische Figuren, die scheinbar zunehmend in Unordnung geraten. Schön ist auch die Idee der Weihnachtsgans, die nach dem Rupfen dem Kochtopf entkommen ist und deshalb mit einem Strickpullover versorgt wurde“, heißt es in einer Pressemitteilung des Wetteraukreises. Kursleiterin Olga Petrova kommt zweimal in der Woche für jeweils fünf Stunden nach Friedberg. „Ich möchte, dass sich die Schüler beim Malen frei fühlen. Aus einem weißen Blatt Papier entsteht ein Bild. Wo vorher die Angst war, nicht malen zu können, entsteht etwas und das gibt den Kursteilnehmern ein in der Mitte: Stephanie Becker-Bösch. Rechts in der mittleren Reihe: Susanne Köhler (Leitung Veranstaltungsmanagement bei der Behindertenhilfe Wetterau), Olga Petrova (Kursleiterin) und BHW Geschäftsführerin Eva Reichert.

Ausstellung zu Kapitulation und Novemberevolution

Bis 30. Juni 2019,  Wetterau-Museum, Haagstraße 16, 61169 Friedberg.

„Kapitulation – Zusammenbruch – Novemberrevolution. Friedberg und Friedberger im Ersten Weltkrieg. Eine Chronologie. Teil 4: 1917-1919“, ist das Thema des vierten Teils des Ausstellungsprojekts zum Ersten Weltkrieg. Der Blick richtet sich auf das letzte Kriegsjahr mit seinem allgegenwärtigen Mangel, die Kapitulation, den Zusammenbruch des Kaiserreiches, die Novemberrevolution 1918 und den demokratischen Neuanfang im Januar 1919. Was bedeutete der Erste Weltkrieg für die Menschen, die vor 100 Jahren in Friedberg lebten? Diese Fragestellung bildete Ausgangspunkt und roten Faden des vierjährigen Ausstellungsprojektes von Stadtarchiv Friedberg und Wetterau-Museum, das jetzt mit dem vierten Teil seinen Abschluss findet. Der letzte Teil zeigt ebenso wie die drei vorangegangenen Ausstellungen, wie massiv und einschneidend der im Bewusstsein der Deutschen lange „vergessene Krieg“ die Entwicklung der Stadt und das Leben ihrer Menschen auf Jahre hinaus prägte und veränderte. Die bewusste Perspektive auf die lokale Situation ermöglicht es, das globale Kriegsereignis mit der Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort in Verbindung zu bringen und anschaulich zu machen. Die reichhaltigen Sammlungen des Wetterau-Museums und des Stadtarchivs Friedberg vermitteln hierbei einen unmittelbaren Blick auf originale Zeugnisse dieser Zeit.In die Ausstellung integriert wird ein Zugang zu dem neuen Internetportal „Der Erste Weltkrieg im Spiegel hessischer Regionalzeitungen“, das einen direkten Zugriff auf die digitalisierten hessischen Zeitungen von 1914 bis 1918 ermöglicht. Hierbei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der hessischen Landesbibliotheken, der HeBIS Verbundzentrale und des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde