Gesundheitszentrum Wetterau

Zentrum soll weiterwachsen

Wie geht es mit dem Gesundheitszentrum Wetterau weiter? Das schilderte Bürgermeister Klaus Kreß jetzt im städtischen Finanzausschuss. (Bild: Petra Ihm-Fahle)
Wie geht es mit dem Gesundheitszentrum Wetterau weiter? Das schilderte Bürgermeister Klaus Kreß jetzt im städtischen Finanzausschuss. (Bild: Petra Ihm-Fahle)

Was gibt es Neues zum Gesundheitszentrum Wetterau (GZW)? Das wollten die Mitglieder des städtischen Finanzausschusses in Bad Nauheim kürzlich von Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos) wissen. Kreß ging auf verschiedene Aspekte ein: „Wir sind mit dem Landrat und dem Kreis im Gespräch.“ Momentan überlegten die Verhandlungs-Partner noch, wie sie das Thema Kassenkredite lösen. 

Anteile am Gesundheitszentrum Wetterau

Der Kreis hatte dem GZW über Jahre hinweg einen hohen Kassenkredit gewährt. Der soll wegen der Auflagen der Hessenkasse nun zurückgezahlt werden. Die Stadt müsste die Hälfte davon übernehmen, was sie aber nicht kann. Und deshalb kann es sein, dass sie ihre Anteile am Gesundheitszentrum Wetterau verkaufen muss (wir berichteten).

Stillschweigen wahren

Ein Thema ist nach wie vor, ob das Gesundheitszentrum Wetterau in einen Verbund eintritt. (Bild: Petra Ihm-Fahle)
Ein Thema ist nach wie vor, ob das Gesundheitszentrum Wetterau in einen Verbund eintritt. (Bild: Petra Ihm-Fahle)

Kreß fügte hinzu: „Und nach wie vor versuchen wir zu wachsen. Und in einen Verbund einzutreten.“ Verhandlungen mit dem Lahn-Dill-Kreis, Hoch-Taunus-Kreis und der Kerckhoff-Klinik seien bei Überlegungen zu einem Verbund immer ein Thema gewesen. „Aber alle Akteure haben versichert: dass sie dazu Stillschweigen wahren. Für Bad Nauheim ist die Situation dabei sehr klar: Wir sind nicht gewillt, alte Verbindlichkeiten des Wetteraukreises zu übernehmen.“ Hauptziel sei es: den Standort zu erhalten. Zudem in Bad Nauheim zu erweitern. Kreß: „Die Kerckhoff-Klinik ist mir genauso wichtig. Wenn wir von der Sicherheit des Standortes reden, dann beziehen wir dieses Haus mit ein.“

Wohin geht die Stadt?

Peter Heidt (FDP) kritisierte, dass die Bad Nauheimer Stadtverordneten zu wenig erführen. „Wohin geht jetzt die Stadt? Behalten wir die Anteile? Oder nicht? Man hat das Gefühl, der Landrat geht auf Bad Nauheim ein. Dass er Bad Nauheim versteht. Und dann erfahre ich aus Bad Nauheim nicht mehr?“ Heidt regte an, dass das Parlament dem Bürgermeister einen Auftrag geben soll: Mit der Zielrichtung, in die er gehen solle.

„Kreis hat Handlungsdruck“
Gesundheitszentrum Wetterau: Ein zweites Gutachten ist zu einem anderen Wert gekommen. (Bild: Petra Ihm-Fahle)
Gesundheitszentrum Wetterau: Ein zweites Gutachten ist zu einem anderen Wert gekommen. (Bild: Petra Ihm-Fahle)

Kreß erwiderte: „Dass der Kreis etwas mehr informiert, liegt daran, dass er das Thema Kassenkredite lösen muss.“ Denn nach Ansicht des Bürgermeisters hat der Kreis mehr Handlungsdruck: damit er die 30 Millionen Euro Zuschüsse für Investitionen aus der Hessenkasse auslösen kann. „Der Kreis muss sich nach interessanten Konditionen umhören. Daraufhin ist eine Bürgschaft ins Gespräch gekommen.“ Die wäre eventuell von Stadt und Kreis zu tragen (wir berichteten). Und wie Bad Nauheim mit den Gesellschafts-Anteilen umgehe, sagte Kreß – das stehe für ihn nicht an erster Stelle. Ein Gutachten für einen Verkauf habe ermittelt: Die Anteile der Stadt am Gesundheitszentrum Wetterau seien 1,75 Millionen Euro wert. „Wir haben ein weiteres Gutachten eingeholt. Das kommt allerdings zu einem ganz anderen Ergebnis. Da besteht momentan keine Einigung über einen möglichen Kaufpreis.“

Kreistag will Anteile erhöhen

Er wolle Folgendes, bekräftigte Kreß: dass in Bad Nauheim ein Zentrum erhalten bleibt. Und es noch größer wird. „Dafür wäre es sinnvoll, in einen Verbund zu gehen.“ Bei sämtlichen Punkten werde er ein Votum des Parlaments einholen: Sei es zum Verkauf der Anteile, Eintritt in einen Verbund oder eine Kombination. Das stehe außer Frage. Wie der Liberale Heidt – er ist auch Kreistags-Abgeordneter – schilderte, habe der Kreistag gerade drei Millionen Euro für das GZW beschlossen. Gedacht sei das Geld für die Erhöhung der Gesellschaftsanteile des Wetteraukreises am Gesundheitszentrum Wetterau und für Investitionen.

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