Hessenpark

Besucheranstieg im Freilichtmuseum

Von Corinna Willführ

Hessenpark-MühleDas Freilichtmuseum Hessenpark wird immer beliebter. Gegenüber 2014 verzeichnet es im vergangenen Jahr ein Besucherplus um fast 24.000 Menschen. Viele davon dürften die Skulpturen von Sean Henry vermissen, die im Rahmen der „Blickachsen 10“ eine neue Sicht (nicht nur) auf die historischen Gebäude ermöglichten.

Lebensechter „Standing Man“

Hessenpark-Standing-Man Sie waren nicht nur „Hingucker“. Der „Standing Man“ (links im Bild) und der „Catafalgue“ des britischen Künstlers Sean Henry veränderten die Wahrnehmung. Im Rahmen der Skulpturenbiennale „Blickachsen 10“ waren die Kunstwerke im Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Anspach zu sehen. Der „Standing Man“, so lebensecht, dass man ihn hätte ansprechen mögen, und zugleich so abweisend, als verböte er, der Mann im Anzug mit dem aufgeknöpften Hemd, sich gerade dieses. Auch „Catafalgue“, jenem in sich selbst versunkenen liegenden Mann, der um sich die Gebäude der Vergangenheit weiß, und über sich nur den Himmel, sind die Besucher gerne nahe gekommen, haben ungezählte Fotos von ihm gemacht, einer so präsenten, wenn auch nicht wirklichen Person, die wenn man es sich recht überlegte, gar nicht gestört werden wollte.

Erntefest mit Dampflokomotive

Der „Standing Man“ und der „Catafalgue“ – vielen Besuchern des Hessenparks werden sie unvergessen sein. Vielen sicher auch die Eindrücke aus der Sonderausstellung „Der Apfel. Kultur mit Stiel“ in der Stallscheune aus Asterode.

So kann's passieren, dass man die Welt nicht mehr gerade sieht" Exponat aus der Ausstellung "Der Apfel. Kultur mit Stiel"
So kann’s passieren, dass man die Welt nicht mehr gerade sieht“ Exponat aus der Ausstellung „Der Apfel. Kultur mit Stiel“ (Fotos: Corinna Willführ)

Oder auch das Erntefest mit der Flöther Dampflokomotive, die nach langer Reparaturzeit wieder in Betrieb genommen werden konnte. „Rund 450 Arbeitsstunden waren nötig, um die hessenparkeigene Dampfmaschine wieder flott zu machen. Die Kosten von rund 15.000 Euro hatte der Förderkreis mithilfe einer Spendenaktion finanziert“, vermeldet Pia Preuß von der Presseabteilung des Freilichtmuseums. Ein wahres Jubiläumsgeschenk: feierte der Förderkeis doch ein Jahr nach dem Freilichtmuseum sein 40jähriges Bestehen.

Und da waren auch noch das Museumstheater mit seinen Zeitreisen, der Treckertreff, die Dampftage, die Pflanzenmärkte und der Adventsmarkt: Sie alle sorgten für einen deutlichen Besucheranstieg gegenüber 2014: So kamen 215.532 Menschen allen alters in den Hessenpark, mit 23.944 konnte das Freilichtmuseum damit ein Besucherplus von 12,5 Prozent erzielen.

Museumsleiter Jens Scheller: „Nun macht sich bemerkbar, dass wir die Grundaktivität des Freilichtmuseums in den letzten Jahren nachhaltig steigern konnten.“ Zu dem Plus in der Statistik, so Scheller, habe auch die neue Eingangssituation beigetragen. Denn durch diese hätten auch die Hochzeitsgäste, die zu einer Trauung im Standesamt im Hessenpark gekommen wären, gezählt werden können. Mit 2400 Menschen eine stolze Zahl.

Hessenpark-BiozertifiziertUns dann gab es für das Freilichtmuseum Hessenpark im Herbst 2015 noch eine besondere Auszeichnung: die Zertifizierung als Bio-Betrieb nach der Öko-Verordnung. Eine weitere Auszeichnung, nachdem der Hessenpark bereits in 2012 die Anerkennung als Arche-Park erhalten hatte.

hessenpark.de

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