Flüchtlinge in Kaserne

Lösung in FriedbergKaserne Friedberg

Im Konflikt um die Unterbringung von Flüchtlingen in der ehemaligen US-Kaserne in Friedberg zeichnet sich eine Lösung ab. Landrat Joachim Arnold (SPD) hatte Kasernengebäude für Flüchtling beschlagnahmt, das Regierungspräsidium hatte die Beschlagnahme untersagt. Nun will die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bimag) die Gebäude freiwillig mietfrei bereitstellen.

Menschenwürdige Unterbringung

„Mir ging es von Anfang an nicht um Konfrontation, sondern ich wollte eine vernünftige Lösung die sowohl eine menschenwürdige Unterbringung als auch eine möglichst geringe Belastung der Schulen und Sportvereine mit sich bringt“, erklärt Arnold. Weder das Land noch der Bund, die den Zugriff auf die Gebäude haben, hätten in den vergangenen Monaten nichts getan, um die Gebäude für Flüchtlinge zu nutzen.

Nun habe die Bima signalisiert, die Gebäude binnen kürzester Zeit mietzinsfrei zur Verfügung zu stellen, teilt Arnold mit. Er schrib der Bima sogleich: „Sofern dies zutrifft, bitte ich hiermit, dem Wetteraukreis Gebäude Nr. 4001, 4002 bis 4005, 4006, 4007, 4008 und 4009 auf dem Gelände der früheren US-Kaserne (Ray Barracks) in 61169 Friedberg mietzinsfrei zur Verfügung zu stellen und mir die sonstigen Rahmenbedingungen zu akzeptablen und der aktuellen Situation entsprechenden Konditionen mitzuteilen. Gleichzeitig stelle ich in Aussicht, dass nach erfolgter Prüfung Ihrer kurzfristigen Rückantwort und Annahme Ihres Angebots, die Verfügung über die Beschlagnahme der betreffenden Gebäude sofort zurückgenommen wird.“

Arnold hofft jetzt, dass der von ihm vorgegebene Zeitplan die Flüchtlinge spätestens in sechs Wochen von den Sporthallen in Nidda in die Kasernen nach Friedberg umziehen zu lassen eingehalten werden kann. In Nidda sind am Wochenende rund 330 Flüchtlinge in den beiden Sporthallen aufgenommen worden. Bis Mitte November kümmern sich 30 Bundeswehrsoldaten um sie.

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