Flüchtlinge

Qualifikation für den Beruf

Auch nach Rückgang der Flüchtlingszahlen gingen 2018 bei der Friedberger Bildungsträgerin „Frauen, Arbeit, Bildung“ (FAB) noch mehr als 2.000 Menschen aus 52 Herkunftsländern ein und aus. Sie lernten gemeinsam Deutsch und qualifizierten sich für Berufe. „Unstimmigkeiten bleiben da nicht aus“, berichtet der gemeinnützige Bildungs- und Beschäftigungsträger mit Schwerpunkt Qualifizierungin einer Pressemitteilung.

Meinungen dürfen nebeneinander stehen

„Der Wille zur Integration muss da sein, dann können wir etwas ausrichten“, sagt FAB-Geschäftsführerin Karin Frech. Durch gruppendynamische Spiele und Gespräche können Meinungsverschiedenheiten ausgeglichen werden. „Teilt euch mit, grenzt euch nicht ab“, rät Maria Chalkidou, Kursleiterin bei FAB, den Teilnehmern. Konflikte sollen im Kurs ausgetragen werden und Meinungen nebeneinander stehen dürfen.

Die Teilnehmenden helfen einander

Dass es anfangs keine gemeinsame Sprache gibt, in der kommuniziert werden kann, gehört bei FAB zum Tagesgeschäft. Es funktioniert trotzdem. Zuerst mit Händen und Füßen, einzelnen Worten und Gegenständen, die benannt werden. Mit der Zeit erschließt sich die Sprache immer mehr. Diejenigen mit mehr Vorkenntnissen helfen denen, die weniger wissen. Die Teilnehmenden haben sehr unterschiedliche Bildungsniveaus, manche können nicht lesen und schreiben, andere bringen einen Studienabschluss mit. Hier ist der Praxisbezug sehr hilfreich – Ausflüge und Berufsberatungen vermitteln Deutsch durch Zuhören und Interaktion. Egal, an welchem Punkt man startet, die Menschen müssen motiviert sein, die neue Sprache zu lernen. „Dafür ist es wichtig, offen für die Kulturen der anderen zu sein“, erklärt Maria Chalkidou. „Wir schaffen Motivation durch gegenseitigen Austausch und Akzeptanz. Das ist die Grundvoraussetzung für gutes Lernen.“

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