Dorfwerkstatt

Vonhausen entwickelt sich

Von Myriam Lenz

Wie die Zukunft des Büdinger Ortsteils Vonhausen aussehen soll, damit befasst sich die noch junge Dorfwerkstatt. Einen ersten Erfolg konnte das junge Unternehmen bereits verbuchen: einen Scheck über 5000 Euro von der Main-Kinzig- und Oberhessen-Stiftung.

Jung und Alt gemeinsam

Den Platz „An der Weed“ mit Leben zu füllen klappte schon mal sehr gut. Dort versammelten sich knapp 20 Vertreter der Dorfwerkstatt Vonhausen, um aus den Händen von Manfred Bress und Petra Kalbhenn einen Scheck über 5000 Euro entgegenzunehmen. Beide gehören dem Vorstand der Main-Kinzig-und Oberhessen-Stiftung an und beurteilen die zur Förderung eingereichten Projekte. Beschäftigen sie sich mit dem demographischen Wandel? Nutzen sie der älteren Generation oder der Jugend? Verbinden Sie vielleicht sogar Jung und Alt und stärken das Miteinander? „Die Stiftung möchte die Region stärken und fördert soziale Projekte für Alt und Jung“, verdeutlichte Manfred Bress. Die Dorfwerkstatt kümmere sich um das soziale Miteinander, hob Petra Kalbhenn hervor. Dass Alt und Jung angesprochen würden, zeige dieser spontan anberaumte Termin.

rtsvorsteher Peter Wiedenhöfer (6. v. l.) zeigt die Pläne zur Umgestaltung des Platzes „An der Weed“. Petra Kalbhenn (2.v.r.) und Manfred Bress (4.v.r.) von der Main-Kinzig und Oberhessen-Stiftung überreichen den Scheck an die Freunde der Dorfwerkstatt Vonhausen. (Foto: Lenz)

Wie kommen die Dorfbewohner ins Gespräch?

Die Dorfwerkstatt Vonhausen wurde im Oktober 2017 gegründet. Seit Frühjahr ist sie der Ehrenamtsagentur Büdingen angeschlossen. Wie soll das Dorf in 20 Jahren aussehen? Wie verändern sich bis dahin die Lebensverhältnisse? Wie ist die Nahversorgung oder die Verkehrsanbindung im Dorf mittelfristig gewährleistet? Wie kann man die Jugend mehr in das Dorfleben einbinden oder wie kommen die Dorfbewohner wieder mehr ins Gespräch? Es sind nur einige der wichtigen Fragen, die für die Zukunft wichtig sind.

Die Weed ist ein markanter Platz

Es gibt einen kleinen, städtischen Platz in der Nähe des Backhauses in Vonhausen. Lange Zeit war dort eine Wasserstelle, die Weed, an der die Tiere getränkt wurden. Der Fallbach wurde später unterirdisch verrohrt. Anstelle der Weed baute man eine Zisterne für die Feuerwehr, die heute nicht mehr in Betrieb ist. Die „Weed“ ist einer der markantesten Orte im Dorf und zentral gelegen.

Die Dorfwerkstatt Vonhausen möchte die „Weed“ für die Senioren zu einem Platz zum Verweilen gestalten und ihnen auch eine Möglichkeit zum Ausruhen bieten.

Bücherschrank und Hochbeet

Auf den Plänen, die vom städtischen Bauamt entworfen wurden, ist neben einer Sitzmöglichkeit, einem Bücherschrank, einer Infotafel, einem Hochbeet und einer Dorflinde ein Brunnen aus Buntsandstein vorgesehen. Dieser soll den Bezug zum Wasser herstellen.

„Wir können das Geld gut gebrauchen“, sagte Ortsvorsteher Peter Wiedenhöfer und bedankte sich im Namen der Dorfwerkstatt. Der Platz soll vor allem den älteren Bürgern zugutekommen. Sie erhalten einen schönen Treffpunkt zum Verweilen und vielleicht auch zum Erzählen: Was früher im Dorf so geschah, was sich heute in Vonhausen verändert und wie es wohl in ein paar Jahren aussehen wird.

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