Choraoke in Wehrheim

Das Publikum bestimmt die Hits

Von Corinna Willführ

Bislang nur den Lieblingssong unter der Dusche oder beim Autofahren geträllert: Das kann sich ändern. Denn beim 2. Choraoke des „Cantus Wirena“ im Ludwig-Bender-Bad am Freitag, 25. August 2017 in der Taunusgemeinde Wehrheim kann jeder mitmachen, dem Singen Spaß macht, auch ohne Chor-taugliche Stimme. Und kann außerdem mitbestimmen, was die beiden DJs aus 20.000 Titeln beim Musikmarathon zum Mitsingen „auflegen“ sollen: Pop-Songs aus den 80ern, Schlager von einst und heute, aktuelle Hits, Chart-Breaker oder Schmuselieder. Und wenn’s mal an der Textzeile oder bei einem englischen, italienischen oder spanischen Hit an der Sprache hapert: Alles kein Problem. Die Texte werden beim Choraoke auf einer großen Leinwand zu sehen sein – und die „Verstärkung“ vom Original-Sound ist immer verfügbar.

 

Lust, den Lieblingssong anzustimmen?

Also: Notenkenntnisse braucht es nicht. Auch muss, wer zum Choraoke des „Cantus Wirena“ ins Wehrheimer Schwimmbad kommt, nicht in einer Sängervereinigung sein. Sondern Lust haben, seinen Lieblingssong von den Beatles, Nena, Michael Jackson, Bruce Springsteen und und und mit vielen anderen zusammen anzustimmen. Oder den Ohrwurm aus den aktuellen Charts (Hitparaden) mal mit Freunden statt einsam im Auto zu trällern. Oder mit der Liebsten Erinnerungen auszutauschen an einen unvergessenen Abend bei „You’r so wonderful tonight“, einen schönen Urlaub mit „Volare“ am Strand oder einer ausschweifenden Party mit „Highway to hell“.

Als eingespieltes DJ-Team moderieren Uschi Diederichsen und Hervé Bertucat das 2. Wehrheimer Choraoke. (Fotos: Willführ)

Besser als allein unter der Dusche oder im Auto

25000 Titel bietet das Software-Programm, das Hervé Bertucat auf seinen Computer geladen hat. Titel wie „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens oder „Über den Wolken“ von Reinhard May, gehören zu den Liedern, die unbedingt im Fundus sein müssen – und die auch bestimmt gespielt werden. Zwar haben Bertucat und Ursula „Uschi“ Diederichsen, die den Abend vierstündigen Musikmarathon (ohne Pause) moderieren werden „zur Sicherheit“ einhundert Titel in ihrem „DJ-Repertoire“ haben, sind aber für alle Vorschläge offen. Denn schließlich bestimmen die Besucher, was sie hören und singen wollen. Am besten schon vorab bei der gewünschten Anmeldung zum Choraoke über die Internetseite. „Warum denn eine Anmeldung: „Damit wir besser planen können“, erklärt Bertucat. Schließlich wird die Veranstaltung durch Ehrenamtliche gestemmt. Da ist es dann schon die Frage der „Manpower“, ob für die Gäste 150 oder 220 Bierbänke aufgestellt werden müssen. Unterstützung erhält das sechsköpfige Vorbereitungsteam der Chorgemeinschaft von vielen Freiwilligen. So helfen Jugendliche beim Aufbau, stehen Handballer der SG Wehrheim-Obernhain am Grill – für Worscht und Weck.

Mark Opeskin, Chorleiter des „Cantus Wirena“, wird beim Einsingen dem Publikum die Scheu nehmen, sich mit voller Stimme am Musikmarathon zu beteiligen.

„Beim Choraoke geht es nicht um Genauigkeit oder Interpretation, sondern um wirklich viel Spaß“, sagt der 44-jährige, der wie Uschi Diederichsen Mitglied im „Cantus Wirena“ ist. Damit es auf der Wiese im Wehrheimer Schwimmbad für die Gäste vorne nicht zu laut und hinten nicht zu leise wird, werden heuer vier Boxen auf dem Gelände verteilt. Für den Sound zuständig ist Thomas Baer. Für das Einsingen, also das Warming up, Chorleiter Mark Opeskin.

Wer mag, kann den Nachmittag auch noch zum Schwimmen nutzen. Direkt hinter dem Becken die Veranstaltungswiese. Bei schlechtem Wetter muss in die Saalburghalle des Ortsteils Obernhain ausgewichen werden.

Die Anmeldung ist kein muss, kann aber genutzt werden, um ein Votum für die Lieblingssongs auf der Internetseite abzugeben. Darüber hinaus derfüllen Hervé und Uschi an dem Abend auch Wünsche aus dem Publikum. Für alle gilt: „Sie sollten singbar sein.“ Mit einer Melodie, die man kennt, einem Text den man relativ schnell lesen kann – und möglichst bekannteren Zeilen als nur einem Refrain. Hervé Bertucat lacht: „Einer der größten ‚Mitsing-Erfolge“ im vergangenen Jahr war: „Im Auto vor mir fährt ein Mädchen“ von Henry Valentino. Und der beginnt so: „Rada, rada, radadada“. Also nur Mut.

choraoke-wehrheim.de

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