Bergmähwiese

Ein neuer Pfad im Vogelsberg

Ein rund neun Kilometer langer Wanderweg im Vogelsberg führt die ganze Pracht der Mähwiesen des Mittelgebirges vor Augen. Eröffnet wird der Bergmähwiesen-Pfad während des Bergmähwiesen-Festes am 18. Juni 2017 in Grebenhain-Herchenhain.

Wo Blumen und Kräuter gedeihen

Ihre Vielfalt an Blumen, Kräutern und Gräsern zeichnen die Vogelsberger Mähwiesen aus. Arten wie Arnika, Goldhafer oder Weicher Pippau gedeihen hier, Schmetterlinge fühlen sich wohl, Heuschrecken auch.

Aber die bunten Wiesen sind bedroht. Seit Jahrhunderten werden sie von Bauern gemäht und gedeihen nur deshalb so. Der Zeitpunkt des Mähens entscheidet über die Qualität des Futters: wird zu spät gemäht, haben schnell wachsende Pflanzen die langsameren verdrängt, wird zu früh gemäht, verschwinden noch nicht ausgereiften Pflanzen, weil sie noch nicht aussäen konnten. Die Bergmähwiese ist also ein handwerkliches Kunstwerk – das allerdings immer weniger ausgeübt wird.

Eine Wiese bei Ulrichstein. (Fotos: Vogelsbergkreis)

Mensch und Natur

Der neue Bergmähwiesen-Pfad soll für diesen von Menschen geschaffen Stück Natur werben, soll „für die gegenseitige Abhängigkeit von Natur und Mensch ein Verständnis schaffen und die Bedeutung des Landwirts zur Erhaltung der Kulturlandschaft in den Vordergrund stellen“, wie es in einer Pressemitteilung des Vogelsbergkreises heißt.

Seit vier Jahren wird das Bergmähwiesen-Fest ausgerichtet, um auf diese besonderen Vogelsberger Grasflächen aufmerksam zu machen. Es wird vom Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum des Vogelsbergkreises, der Gemeinde Grebenhain, dem Naturschutz-Großprojekt Vogelsberg und der Nachhaltigkeitsinitiative „Nähe ist gut“ organisiert. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr die Vorstellung von Weidetieren, Führungen zu Flora und Fauna, eine Hüpfburg aus Bergmähwiesenheu und ein Markt mit typischen Vogelsberger Produkten.

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