Bahnhof Friedberg

Aufzüge und neue Fliesen

Nach 105 Jahren will die Bahn die Bahnsteige 1 bis 4  im Friedberger Bahnhof erneuern.  Die Zugänge zu den Steigen sollen Aufzüge bekommen, die Bahnsteige erhalten  neues Licht, neue Dächer und Bodenbeläge.  Nach dem Umbau ab etwa Ende 2020 wird die Bahn freilich nur 44 statt bisher 186 Fahrradstellplätze bieten. Eine Initiative forder den Durchstich des Personentunnels bis Fauerbach.

Bahnhof Friedberg

Rund 19 000 Menschen besteigen oder verlassen jeden Tag die Züge amFriedberger Bahnhofs. Mit einem Planfeststellungsverfahren kündigt sich nun ein Umbau auf dem Gleisfeld des 1913 eröffneten Bahnhofs an.  Betreut wird das Verfahren vom Darmstädter Regierungspräsidium. Demnach sollen die Gleise 1 bis 4 jeweils einen Aufzug bekommen. Die Bahnsteige 1 bis 3 werden auf eine Nutzlänge von 275 Metern eingekürzt, der Bahnsteig 4 auf 260 Meter. Die Treppen werden erneuert, ebenfalls die Bahnsteigdächer, die Beleuchtung und die Anzeige-Systeme. Den Fahrrad-Abstellplatz  beseitigt die Bahn mit den für Ende 2018 avisierten Beginn der Umbauten.  Die 186 überdachten Plätze fallen vorerst weg. Nach dem Ende des Umbaus sollen laut Unterlagen nur noch 44 Stellplätze bleiben. Weitere Plätze seinen am künftigen Busbahnhof geplant, für den es allerdings noch keine konkreten Pläne gibt.

Klaus Kissel, Horst Weitzel und Dieter Fitsch (v.r.) übergaben die Einwendung an Bürgermeister Dirk Antkowiak. Er findet laut „WIR“ den Durchstich des Bahnhofstunnels in Richtung Fauerbach sinnvoll. Links Amtsleiterin Cornelia Becker. Foto: Stadt Friedberg

In der Anfang September 2018 beendeten Einwende-Frist hat die Initiative „Wir in Friedberg“ einen Vorschlag zur besseren Anbindung des Bahnhofs für Fußgänger gemacht: Die Gleis-Unterführung zu den Gleisen solle nicht mehr als Sackgasse enden, sondern nach Osten hin geöffnet werden.  Das würde den Zugang auch aus Fauerbach erleichtern. Ähnliche Durchstiche wurden zuletzt an den Bahnhöfen in Bad Homburg und in Bad Vilbel realisiert.

Mitglieder der Initiative sammelten in den östlich des Bahnhofs gelegenen Straßen rund 200 Unterschriften, berichtet Klaus Kissel. Der ebenerdige Fußgängertunnel solle bis zum nördlichen Beginn der Wohnblockbebauung und der Kita auf dem früheren Zuckerfabrik-Gelände führen. Dort liegen ein Tegut-Markt und ein Lidl östlich der Gleise.  Auf der Seite des Bahnhofs solle der Tunnel  zusätzlich durch den Einbau einer Rampe für Menschen mit Rollatoren, für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und für Fahrräder erreichbar werden.  Der Tunnel werde für manche Anwohner den Weg zum Bahhof um zehn bis 20 Minuten verkürzen, so Dieter Fitsch von „WIR“.

Bei der Übergabe der Einwendung nebst Unterschriften durch Dieter Fitsch, Horst Weitzel und Klaus Kissel an den Friedberger Bürgermeister Dirk Antkowiak (CDU) am 18. September 2018 begrüßte dieser die Initiative und erklärte sich bereit, die Einwendung zu unterstützen.

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