Autorenclub Wetterau

Bad Nauheim literarisch

Sechs Autoren haben ihre Fantasie zu historischen Ereignissen und Autoren1Personen in Bad Nauheim spielen lassen: das Weihnachtswunder, den Jugendstilbaumeister Jost, Elvis Presley, die Rosengärten, das Mordkreuz, Sisi… „Unterwegs in Bad Nauheim-  eine literarische Spurensuche“ heißt das Buch. Am Mittwoch, 20. Juli 2016, wird es mit einer Lesung vorgestellt, ab Donnerstag, 21. Juli, ist es im Buchhandel zu haben.

Am Anfang stand eine Anzeige

Der Autorenclub Wetterau ist Anfang 1999 entstanden – durch das Zeitungsinserat „Hobby-Autorin sucht Gleichgesinnte.“ Zunächst nannte er sich „Wetterauer Autorenclub – Stories in Aspik“. Seither treffen sich Autorinnen und Autoren aus der Region einmal im Monat, um eigene Prosa und Lyrik vorzustellen. Nach der Herausgabe der Anthologie „Stories in Aspik“ und einer Reihe öffentlicher Lesungen liegt mit der literarischen Spurensuche „Unterwegs in Bad Nauheim“ das zweite Buch vor, illustriert von der Künstlerin Christa Kleinschmidt.

Die Stadt einmal anders kennenlernen

Es ging beim jüngsten Werk darum „für alle, die die Stadt einmal anders kennenlernen möchten, ein Buch zu schreiben, das sich um Sehenswürdigkeiten sowie berühmte Gäste und Persönlichkeiten dreht“, schreibt der Autorenclub in einer Pressemitteilung. Sechs Autoren machten mit. Jeder suchte sich Aspekte der Stadthistorie heraus, die er mit seiner Fantasie füllte. Die Geschichten und Haiku werden durch kurze Sachtexte ergänzt, die über die Hintergründe informieren.

Autoren2
Sie erkunden Bad Nauheim literarisch: Martin Heß, Ursula Luise Link, Rita H. Greve, Susann Barczikowski, Christa Kleinschmidt, Petra Ihm-Fahle und Wilhelm Edel (von links)

Eines erdachten Gesprächs zwischen Großherzog Ernst Ludwig und Baumeister Wilhelm Jost handelt davon, wie der Jugendstil nach Bad Nauheim kam. Geschrieben hat es Susann Barczikowski. Wie turbulent es bei der Entdeckung des „Nauheimer Weihnachtswunders“ 1846 zuging, berichtet Martin Heß. Von einem geheimnisvollen Rendezvous zwischen Elvis Presley und einer Frau im besten Alter erzählt Ursula Luise Link. Petra Ihm-Fahle stellt den Mord an Kaiserin Sisi ganz anders dar, als aus der Geschichtsschreibung bekannt ist. Dass Rosengärten nicht nur bezaubernd sind, sondern dunkle Geheimnisse in sich bergen können, erzählt Rita H. Greve. Wilhelm Edel berichtet von einer lang zurückliegenden Gewalttat an einem Handwerksburschen, an die das Mordkreuz in Nieder-Mörlen erinnert. In weiteren Geschichten geht es um eine Zeitreise und um Abenteuer, die Albert Einstein, Kurpark-Schöpfer Heinrich Siesmayer, Wasserdoktor Sebastian Kneipp und Zarentochter Anastasia in Bad Nauheim haben. Die Bad Nauheimer Künstlerin Christa Kleinschmidt hat das Buch illustriert. Ein Jahr lang haben die Autoren an dem Werk gearbeitet, für das sie sich regelmäßig bei Kaffee und Kuchen trafen, mal im Café, mal in privaten Räumen. „Der Spaß, den die Gruppe bei ihrer Arbeit hatte, spiegelt sich im Ergebnis wider“, schreibt der Autorenclub.

„Unterwegs in Bad Nauheim – eine literarische Spurensuche“ des Autorenclubs Wetterau erscheint im Taschenbuchformat beim PR Medienservice und Verlag Susann Barczikowski, ist 192 Seiten stark und kostet 12,80 Euro. Dem Textteil ist ein Stadtplan vorangestellt, der die literarische Spurensuche zu Sehenswürdigkeiten und Orten begleitet.

Das Buch wird am Mittwoch, 20. Juli 2016, um 19 Uhr in der Buchhandlung Rühs, Karlstraße 17 a in Bad Nauheim vorgestellt. Gitarrenspieler Mate Skarica umrahmt die Lesung. Da die Platzzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung unter Telefonnummer 06032/1500 gebeten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.