AfD steht zu Lichert

Antifaschisten werden beschimpft

LichertDie Wetterauer AfD wehrt sich gegen den Vorwurf, durch die Aufnahme des Neurechten Andreas Lichert (Foto) aus Karben weit nach rechts gerückt zu sein. Stellungnahmen von Anhängern der Partei im Internet bestätigen aber den strammen Rechtskurs der Partei.

„Ideologisch verirrte Freaks“

Von „Antifa-Stasi“, „roten Kettenhunden“ und „links-versiffte Seite“ ist in Kommentaren auf der Facebook-Seite der AfD Wetterau die Rede. Es wird gegen „Leistungsverweigerer, ewige Studenten, Tagträumer und ideologisch verirrte Freaks, die sich von staatlichen Transferleistungen ihren Lebensunterhalt finanzieren lassen“ gewettert. Gemeint ist die Antifaschistische Bildungsinitiative Wetterau (Antifa-BI). Die wird von den AfD-Anhängern angefeindet, weil sie dem Kreisverband einen „deutlichen Rechtsruck“ attestierte, nachdem der den Karbener Rechtsideologen Lichert aufgenommen hatte.

Die rechten Verbindungen

Lichert sitzt im Vorstand des „Vereins für Staatspolitik“ in Gera, der wiederum die rechts-intellektuelle Zeitschrift „Sezession“ herausgibt, in der auch Lichert schreibt. Im neuen „Sonderheft Pegida“ stehen Texte der bundesweit bekannten Rechten Lutz Bachmann, Götz Kubitschek, Akif Pirincci und Felix Menzel. Mit seiner „Projektwerkstatt“ hatte Lichert in Karben Aufsehen erregt. Gegen die rechten Umtriebe hatte sich das „Bündnis offenes Karben“ formiert. „Dass die Wetterauer AfD nun nach zahlreichen Presseberichten zum Thema ‚Projektwerkstatt Karben‘ Herrn Lichert als Mitglied aufnimmt, manifestiert den politischen Rechtsruck der Partei in der Wetterau“, erklärt der Sprecher der Antifa-BI Andreas Balser. Beim Umgang mit den Neurechten sei sich die AFD scheinbar uneinig, meint Balser. Die Bundes-AFD habe die Aufnehme zweier Bekannter Vertreter der neuen Rechten und Weggefährten Licherts abgelehnt.

„Keine bürgerliche Partei mehr“

Die AfD Wetterau steht zu ihrem rechten Zuwachs. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft sei „das vorbehaltlose Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung unserer Gesellschaft. Wir sehen keinen Anlass, dies bei Andreas Lichert in Zweifel zu ziehen“, erklärt AfD-Kreissprecherin Christiane Gleissner. Die Wetterauer AfD biete „diesen Personen und ihren extrem rechten Verbindungen eine Plattform“ und gelte nun auch „für Konservative nicht mehr als bürgerliche Partei“, meint Balser.“Direkt neben der AfD“ stehe jetzt nur noch die NPD.

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